Herr Wettberg will nach oben
DSV-Coach Bernd Muhr könnte deutschen Partner bekommen.
FUSSBALL. Beim DSV Leoben geht es Schlag auf Schlag. Am Dienstag wurde Adi Pinter als Sportdirektor und Vizepräsident präsentiert. Am Mittwoch trat Gregor Pötscher zurück. Gestern verriet DSV-Boss Gabor Heinemann den Namen jenes ominösen deutschen Trainers, den Pinter schon bei seiner Vorstellung erwähnte: Karsten Wettberg.
Gleich vorweg: Fix ist nichts, das bestätigte auch der Bayer: "Wir sind noch in Verhandlung, die Geschichte ist aber hochinteressant." Sollte sich Wettberg mit dem DSV einigen, gäbe es "nur eine Perspektive nach oben", wie der 70-Jährige erklärt. "Ich gehe ja nicht nach Österreich, um in einer Amateurliga zu trainieren!" In seiner aktiven Zeit spielte er auch bei 1860 München, laut "Sport-Bild" ist er Deutschlands erfolgreichster Amateurtrainer.
Heinemann bezeichnet Wettberg als "heißen Kandidaten", man verhandle aber auch mit weiteren ehemaligen deutschen Bundesliga-Spielern. Ziel: "Der Neue soll noch mehr Einsatz und Präzision ins Getriebe bringen." Ursprünglich sei lediglich geplant gewesen, einen Berater für das DSV-Trainerduo zu finden, der nur fallweise in Leoben weilt. "Nach Pötschers Rücktritt sind aber alle Optionen offen", sagt Heinemann.
Derzeit hat Co-Trainer Bernd Muhr das Ruder beim DSV in der Hand. Gemeinsam mit Fitnesstrainer Bernd Wolf und Tormanntrainer Hannes Schwarz. "Der Trainingsplan steht, ich habe ihn ja mit Gregor Pötscher ausgearbeitet. Wir haben die gleiche Idee, Fußball zu spielen. Schade, dass er weg ist, aber ich ziehe den Hut vor seiner Konsequenz", sagt Muhr.
Heute um 18 Uhr testet sein Team am Tivoli gegen Anger, am Dienstag gegen Weiz. Am 14. Februar um 20 Uhr lädt Heinemann in den VIP-Klub des DSV zu einem Info- und Diskussionsabend zum DSV-Neu. "Eingeladen sind alle, die sachlich und emotional diskutieren wollen." ALOIS LEITENBAUER













