Bekenntnis zu Freilichtmuseum Stübing
Zum 50. Gründungsjubiläum könnte das Freilichtmuseum Stübing nahe Graz nach vielen Problemen 2012 wieder ein Jubeljahr erleben. Für die Querelen zeichnet sich eine Lösung ab. Eine Sprecherin von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sagte, dass sich diese "klar zu Stübing bekennen" würde.

Foto © APA
Daran gab es vor mehr als einem Jahr Zweifel, weil das für Kulturagenden zuständige Unterrichtsressort seinen Anteil an der Stübing-Finanzierung auf 73.000 Euro im Jahr gekürzt hatte. Das ist - so Kurt Jungwirth, Vorsitzender des Stübing-Kuratoriums und langjähriger ÖVP-Kulturpolitiker - weniger, als das Freilichtmuseum zuletzt bei seinem "Erlebnistag" an Einnahmen verzeichnet hatte. Zum Vergleich: Das Land Steiermark steuert im Jahr 350.000 Euro für diese Einrichtung mit österreichweiter Bedeutung bei.
Pleite
Wegen der prekären Finanzlage - und wegen der wenig zeitgemäßen Stiftungskonstruktion - war Stübing 2010 an den Rand der Pleite geschlittert. An der Knausrigkeit von Ministerin Schmied hat sich zwar noch nichts geändert, aber eine Arbeitsgruppe werkt immerhin an zweckmäßigen rechtlichen Strukturen. So sprechen das Unterrichts- und das Landwirtschaftsministerium künftig mit einer Stimme. Jungwirth will parallel dazu auch die Basisfinanzierung auf sichere Beine stellen.
Um das Ganze zu beschleunigen, erinnerte zuletzt ÖVP-Grande Fritz Grillitsch die Ministerin an ihre Verantwortung: "Stübing liegt nicht an der Wiener Ringstraße, ist aber doch ein wichtiger Teil des österreichischen Kulturerbes". Es verdiene die gleiche Finanzierungssicherheit wie die Bundesmuseen, stichelte er gewissermaßen gegen "die in Wien".















