Herzlinks an die Spitze
Martin Fandler ist der große Sieger bei den ÖH-Wahlen in der Steiermark. Sein VSStÖ erreichte ein Plus von 21 Prozent.

Foto © EDER Martin Fandler (25) trumpfte mit "herzlinks" an der Medizin-Uni auf
Wir haben schon auf einen Zuwachs gehofft, aber dass wir sieben von neun Mandaten bekommen, das hätten wir nie gedacht", freute sich Martin Fandler, Spitzenkandidat der sozialistischen Studentenfraktion VSStÖ an der Grazer Medizin-Uni, über seinen großen Erfolg bei den Hochschülerschaftswahlen. Um 21 Prozent legte man zu, liegt nun bei 62 Prozent und hebelte unter der Flagge "herzlinks" die bisherige Koalition aus AG und GRAS aus.
"Wir haben als Team zwei Jahre hineingehackelt, wir waren massiv bei den Studienanfängern präsent. Unsere Homepage hat mehr Infos als jene der Hochschülerschaft. Wir sind ein sehr großes Team mit vielen jungen Leuten", so sein Erfolgsrezept.
Der 25-jährige gebürtige Grazer war bereits einmal ÖH-Chef an der Medizin-Uni, ehe es zu Streitereien und Koalitionsaufkündigungen kam. Er weiß, was er seinen Medizinern zumuten kann: "Gesellschaftspolitische Themen interessieren die Mediziner weniger. Wir haben daher ganz klar auf Service gesetzt."
Fandler selbst geht schon dem Studienende entgegen - er denkt an eine Facharztausbildung zum Kinderarzt. Auch wenn er bereits in der Schülervertretung tätig war: An die "hohe Politik" denkt Fandler nicht. "In der Hochschülerschaft muss man sich nicht allzu sehr verbiegen und kann doch einiges bewegen." Er lobt die Zusammenarbeit mit dem Rektorat und will nun erreichen, dass die Studenten in ihrem Praktikumsjahr eine kleine Aufwandsentschädigung bekommen: "Als Mediziner kann man ja kaum nebenher arbeiten gehen."
Und sonst? Auch da steht für den neuen ÖH-Chef die Medizin an erster Stelle: Fandler ist seit vielen Jahren ehrenamtlich einmal die Woche in der Nacht beim Roten Kreuz tätig.















