Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
24. Mai 2012 11:31 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332493 Mitglieder | 547 online

Bezirks- und Gemeindesuche

Bürgermeister, der schönste Beruf? Bürgermeister mit hohem Wähleranteil Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Gemeinderatswahl Nächster Artikel Bürgermeister, der schönste Beruf? Bürgermeister mit hohem Wähleranteil
Zuletzt aktualisiert: 10.03.2010 um 21:06 UhrKommentare

Mariazell sucht einen Bürgermeister

Die Kleine Zeitung lud die Spitzenkandidaten der Mariazeller Parteien zur Diskussion ins dortige Europeum. Es wurde sehr fair diskutiert, und für manche der 200 Besucher war diese Runde auch eine Entscheidungshilfe für die Wahl.

1 / 37 

Der Scherfler-Saal des Europeums war bis auf den letzten Platz besetzt, viele Besucher drängten sich auf Stehplätzen. Kein Wunder, schließlich ist es nur noch eine gute Woche bis zur Gemeinderatswahl, und die Ausgangslage verspricht in Mariazell heuer viel Spannung. Vier Parteien rittern um die 15 Gemeinderatsmandate (siehe Info-Kasten links). Und: Alle außer FPÖ-Chef Bernhard Mikschowsky sind neu in der Politik.

Gut 200 Besucher waren gekommen, das Klima war trotzdem familiär: Man kennt einander, fast alle sind per du. Noch einer Vorstellungsrunde fragte Kleine Zeitung-Redakteur Ulf Tomaschek die Spitzenkandidaten, was in Mariazell vordringlich zu tun sei. Der Arzt Walter Surböck, Obmann der Bürgerliste, will vor allem eine neue Kultur des Miteinander, und das über alle Parteigrenzen hinweg: "In einem Bürgerforum soll Meinungsbildung erfolgen, und was einer Mehrheit als wichtig erachtet, soll auch umgesetzt werden."

Der Gastronom und neue SPÖ-Chef Nino Contini wünscht sich mehr Kommunikation zwischen Gemeinde und Bevölkerung. Darüber hinaus sind, so Contini, die großen Themen ohnehin bekannt: Erhalt des Krankenhauses, Fernwärmeversorgung und vor allem das Gemeindebudget: "Mariazell hatte im Vorjahr einen Abgang von 490.000 Euro!"

FPÖ-Listenführer Bernhard Mikschowsky will vor allem die Sicherheit erhöhen: "Die Zahl der Einbrüche steigt ständig, und wir müssen auch eine Regelung gegen die Bettelei im Ort finden." Für Josef Kuss, den neuen ÖVP-Spitzenkandidaten, müssen auf alle Fälle die Großprojekte weitergeführt werden: das Rüsthaus, die Fernwärmeversorgung und vor allem das Europeum, das nicht recht ins Laufen kommt. Dann war das Publikum an der Reihe: Weil alle Vier auch den Wunsch zur Zusammenarbeit betont hatten, fragte Amerika-Heimkehrer Walt Schwarz: "Wird das auch so bleiben, wenn Sie nach der Wahl Verlierer sind?" Alle beteuerten einhellig, auch dann dazu zu stehen.

Vor allem Sachfragen

Aber sonst interessierte sich das Publikum vor allem für Sachfragen: Wann denn das lange geforderte Einsatzzentrum endlich kommt, wie es die Kandidaten mit der Jugendarbeit halten, was sie gegen die Abwanderung tun wollen, ob betreutes Wohnen umgesetzt wird und wie es mit dem Europeum weiter geht.

Der langjährige SPÖ-Gemeinderat Gottfried Schöggl kritisierte die mangelnde Erfahrung vor allem von Kuss, der gute Chancen hat, Bürgermeister zu werden. Kuss dazu: "Ich muss natürlich viel lernen, aber ich verspreche, dass ich sehr viel Zeit investieren werde. Und ich kann mich auf eine hervorragende Stadtverwaltung stützen."

Abgesehen von einigen kleineren persönlichen Untergriffen verlief die Diskussion sehr sachlich. Was erstaunte: Außer Kuss meldete niemand den Führungsanspruch an. Mikschowsky: "Macht braucht Kontrolle. Mit mehr Mandaten können wir bessere Kontrolle ausüben." Auch Contini will mit seiner SPÖ "eine starke Opposition sein, dazu kompetent und für alle da". Surböck wiederum betonte: "Es geht nicht um mich, sondern um die Idee, die dahinter steht: ein neuer Umgang miteinander."

FRANZ POTOTSCHNIG

Gemeinderatswahl 2010

 

KLEINE.tv

Umweltzone: Frage nach Prioritäten

Als heißes Thema wird sie uns wohl noch einige Zeit erhalten bleiben: di...Bewertet mit 4 Sternen

 


Fotos zur Wahl

Wahlwiederholung in Lassing 

Wahlwiederholung in Lassing

 

Grafik

Ergebnisse der steirischen Gemeinderatswahlen 2010 im Vergleich zu 2005

 

Regierungsklausur in Graz

Erwin Scheriau

Am 1. und 2. März fand die Regierungsklausur der rot-schwarzen Koalition mit Faymann und Pröll in Graz statt.

 

Landtagswahl 2010

Erwin Scheriau

Exklusive OGM-Umfrage für die Kleine Zeitung: Duell Voves gegen Schützenhöfer beherrscht das Wahljahr, Protestwähler wandern von KPÖ zu FPÖ.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang