Bezirks- und Gemeindesuche
Tschetschenen mit gestohlenem Auto erwischt
Am Sonntag wurde einem Wiener mit einer vorgehaltenen Waffe das Auto gestohlen. Montagnachmittag wurden in Gratwein damit fünf Tschetschenen angehalten. Ob einer der Männer als unmittelbarer Täter in Frage kommt wird derzeit überprüft.

Foto © APA/Sujet
Ein schwarzer Audi Q 7 fiel den Gratweiner Polizisten Wilhelm Weiker und Günter Gleer auf, als sie am Montag auf der B 67 in Gratkorn den Verkehr überwachten. "Das teure Auto, ein junger Fahrer, fünf Insassen: Da passte einiges nicht zusammen", erinnert sich Weiker.
Die Beamten fuhren dem 70.000 Euro teuren Boliden nach und hielten ihn an. Und ihr Verdacht war goldrichtig: Weder Führerschein, noch Zulassungspapiere konnte der Lenker vorweisen, das niederösterreichische Kennzeichen war als gestohlen gemeldet und - wie sich im Zuge der Recherchen herausstellte - der Wagen selbst am Sonntag in Wien geraubt worden.
In einer noblen Wohngegend in der Josefstadt hatte der Besitzer, ein 36-jähriger Manager, gerade seine Schisachen aus dem Kofferraum geholt, als ihm ein Unbekannter plötzlich eine Pistole vors Gesicht hielt. Dann schnappte sich der Täter die Autoschlüssel und raste davon. Eine Polizeistreife konnte den Audi zwar kurz anhalten, trotz eines Warnschusses gelang dem Autoräuber jedoch die Flucht.
Dank den aufmerksamen Gratweiner Polizisten wurde der Wagen sichergestellt und die fünf Insassen festgenommen. Es handelt sich um tschetschenische Asylwerber, alle um die 20 Jahre, die in Unterkünften in Graz, Semriach und Wien leben. Ob sie jedoch auch für den Raub des Autos verantwortlich sind, ist ungewiss. Möglicherweise sollten sie die Nobelkarosse nur für die Hintermänner überstellen. "Einer der Burschen hat offenbar gar nicht gewusst, wo das Auto hergekommen ist", vermutet Weiker.
Jetzt führt die Diebstahlsgruppe im Landeskriminalamt Steiermark die weiteren Ermittlungen.


















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