Trimmel beobachtete Russen beim ATP-Turnier in Zagreb
Neo-Davis-Cup-Kapitän: "Das war eine Reise wert".

Foto © APAClemens Trimmel
Der Countdown für das Davis-Cup-Erstrunden-Treffen der Weltgruppe zwischen Österreich und Russland vom 10. bis 12. Februar geht in seine entscheidende Phase. Am Samstag präsentierten der neue Davis-Cup-Kapitän Clemens Trimmel und seine Spieler Andreas Haider-Maurer, Oliver Marach und Alexander Peya ihre ersten Eindrücke vom Schauplatz in der Arena Nova. Jürgen Melzer gönnte sich nach der anstrengenden Zagreb-Woche noch einen freien Tag, ehe Österreichs Nummer eins bis Sonntagabend ebenfalls zum Team, das übrigens die Therme Linsberg Asia als Spielerhotel gewählt hat, stößt. Trimmel war davor auf "Spionagetour" in Zagreb und hat neben Melzer auch die kommenden Gegner Michail Juschnij und Alex Bogomolow jr. genauer unter die Lupe genommen. "Es war auf jeden Fall eine Reise wert, auch wenn ich nicht wirklich etwas Neues gesehen habe: Die beiden Russen-Matches waren eine Bestätigung von dem, was wir ohnehin schon über diese Spieler wissen", sagte Trimmel, der seine Premiere auf der Betreuerbank feiert.
Ein direktes Halbfinalduell zwischen Melzer und Juschnij und damit eine Generalprobe knapp eine Woche vor dem Davis Cup gab es in Zagreb nach der knappen Viertelfinal-Niederlage Melzers nicht. "Bei Jürgen hat man gemerkt, dass er von dieser Matchbelastung (acht Partien in sieben Tagen inklusive Einzel-Qualifikation und Doppel, Anm.), die er leider schon lange nicht mehr gehabt, müde war", erkannte Trimmel. Haider-Maurer und Peya haben den mit einer Farb-Quarzsandmischung beschichteten Opticourt bereits ersten Tests unterzogen. "Das ist ein Platz, der für unser Spiel ideal ist", sagte Peya, und Haider-Maurer, Österreichs Nummer zwei im Einzel, war ebenfalls zufrieden. "Wir haben auf dem Platz zwar noch ohne Linien, aber schon mit Netz gespielt. Der Platz ist genauso wie wir ihn wollten, angenehm langsam. Er ist vergleichbar mit dem in der Stadthalle, der 2011 vielleicht nur einen Tick schneller war."
Von den Russen wird Leitgeb-Schützling Nikolaj Dawydenko als Erster in Wr. Neustadt erwartet, er soll Sonntag gegen Mitternacht ankommen, der Rest der Truppe von Kapitän Schamil Tarpischtschew wird Montagvormittag eintreffen. Die kurzfristig erkrankte Sportlandesrätin Niederösterreichs Petra Bohuslav konnte an der Pressekonferenz am frühen Samstagnachmittag nicht teilnehmen. "Wir freuen uns, dass wir innerhalb eines Jahres bereits die zweite Davis-Cup-Begegnung in Niederösterreich austragen können. Damit bieten wir allen Tennisfreunden die Möglichkeit, unsere Stars hautnah zu erleben", ließ sie verlauten. Mit der Austragung der Davis Cup-Begegnung gegen Russland wolle man die Qualitäten als Top-Gastgeber erneut unter Beweis stellen. "Mit den nach Russland transportierten Bildern wollen wir auch wirtschaftlich punkten, denn Russland gilt als wichtiger Zukunftsmarkt für unsere Exportwirtschaft."













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