Jürgen Melzer im Aufwind
Rechtzeitig vor dem Davis Cup gegen Russland kommt Jürgen Melzer immer besser in Form. In den ersten sechs Zagreb-Partien blieb Österreichs Nummer eins ohne Satzverlust. Im Viertelfinale ist Melzer Favorit.

Foto © ReutersJürgen Melzer sammelt in Zagreb Selbstvertrauen
Der Niederösterreicher Jürgen Melzer ist beim laufenden ATP-Tennis-Turnier in Zagreb in fünf Einzel-Partien und - an der Seite von Alexander Peya - einem Doppel-Match bis Mittwoch ohne Satzverlust geblieben. Für den Davis Cup nächste Woche in der Wiener Neustädter Arena Nova gegen Russland gibt das Selbstvertrauen. Dem 30-Jährigen bietet sich aber sogar eine gute Chance, sich seinem vierten Turniersieg auf der ATP-Tour zu nähern.
Am Freitag geht es nun gegen Michael Berrer, der Deutsche hat den topgesetzten Kroaten Ivan Ljubicic eliminiert. Es ist das erste Duell von Melzer mit dem 31-jährigen Berrer auf der ATP-Tour. Sollte sich Melzer durchsetzen, dann wäre es sein erstes Semifinale auf der Tour seit Monte Carlo im April 2010.
Ohne Probleme
Aus der Qualifikation kommend hatte Melzer bisher keine gröberen Probleme, besiegte im Hauptbewerb zunächst erstmals seinen deutschen Doppelpartner Philipp Petzschner und dann den Italiener Andreas Seppi (5). Gegen Berrer hat Melzer bisher lediglich auf Challenger-Niveau 2001 auf Sand in Freudenstadt gespielt, der Deutsch Wagramer setzte sich in drei Sätzen durch.
"Es war eine sehr gute Entscheidung, hier zu spielen", wird Melzer auf der ATP-Homepage zitiert. "Ich bin sehr glücklich, wie ich derzeit spiele. Nicht so wie 2010, aber ich denke, das sollte man auch nicht vergleichen." Vor zwei Jahren war er ins Zagreb-Halbfinale vorgestoßen.
Kommt Österreichs Nummer eins über Berrer (ATP-105.) hinweg, könnte es in zwei Fällen zu einem interessanten Duell kommen. Einerseits könnte es gegen den Russen Michail Juschni (3) eine Davis-Cup-Generalprobe geben, andererseits war im Halbfinale auch eine Revanche gegen den Kroaten Ivo Karlovic (8) für die Auftakt-Schlappe bei den Australian Open möglich. Beide mussten am Donnerstag noch ihre Achtelfinali überstehen.
Das Ziel des Sammelns von Matchpraxis vor dem Weltgruppen-Auftritt hat Melzer jedenfalls schon erreicht. "In den ersten beiden Qualifikationsrunden habe ich noch den Jetlag gespürt, da ich erst am Mittwoch (Anm.: drei Tage vor Qualifikationsbeginn) aus Australien gekommen war. "Aber ich musste Matches spielen, damit ich Selbstvertrauen gewinne." Vor Zagreb war Melzer im Einzel heuer auf der Tour noch sieglos gewesen.













-Anzeigen