Reaktionen und Kritik von Schi-Stars
Ehemalige Teamkollegen wie Hermann Maier oder Stephan Eberharter aber auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer äußerten sich zur schweren Verletzung von Matthias Lanzinger.

Foto © GEPAHermann Maier
Hermann Maier: "Was mit Matthias passiert, macht mich sehr betroffen. Kurz vor seinem Abtransport aus Kvitfjell bin ich noch zu ihm hin und habe versucht, ihm Mut zuzusprechen. Mir liegt nun seine weitere Betreuung und der Beistand für seine Angehörigen sehr am Herzen. Ich werde natürlich versuchen, meine Erfahrungen einzubringen und Matthias zu unterstützen, so gut es geht. Wir sind jetzt aufgefordert, ihm positive Kraft über die kommenden Wochen und Monate zu geben. Ansonsten muss jeder auf seine Art versuchen, die fürchterlichen Geschehnisse zu verarbeiten."
Alexandra Meissnitzer: "Als Abtenauerin kenne ich Matthias von Kindheit an. Das ist sehr schlimm und tut mir so leid für ihn und seine Familie. Ich habe nach dem Sturz noch so sehr gehofft, dass das alles gut ausgeht. Ich habe mich ja in dieser Saison selbst schon schwer verletzt. Wir wissen, dass die angeblich sichereren Schi nichts bringen. Die Strecken und die Kurse werden immer schneller, dazu kommen wie bei den Herren in Kitzbühel Sprünge über 80 Meter, das ist wirklich nicht notwendig."
Stephan Eberharter: "Das ist ein tragischer Fall. Da sind mehrere Sachen zusammengekommen. Es war natürlich ein unglücklicher Sturz, aber er hätte eben schnellster Hilfe bedurft. Es hat mich gewundert, dass kein ordentlicher Hubschrauber da war. Normalerweise sind die Standards sehr hoch. Ich bin immer davon ausgegangen, dass einer vor Ort sein muss. Ich denke, dass es weitergehen wird, aber es wird natürlich Diskussionen geben. Als Läufer bleibt einem nichts anderes übrig, als sich auf die Aufgabe zu konzentrieren. Das ist sicher irgendwie pervers, aber es gibt generell viele Bereiche im Leben, die das betrifft."
Christian Mayer: "Das ist ein Wahnsinn. Er ist 27, wacht auf und hat kein Bein mehr. Er war als ich noch aktiv war einer der besten Jungen, die Österreich hatte. Wir wissen alle, dass der Super-G in Kvitfjell auf der Abfahrts-Seite ist und dass es da schnelle Rennen gibt. Die Firmen werden aber weiter daran arbeiten, das Material schneller zu machen. Die einzige Möglichkeit, das zu regeln, ist über die Kurssetzung. Wir haben zum Bremsen nur unseren eigenen Körper."
Reaktionen, Teil II
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