Kanadischer Heimsieg beim Speed-Auftakt durch Hudec
Der Niederösterreicher Andreas Buder sorgte für ersten Stockerlplatz der ÖSV-Herren in der neuen Saison. Der Kanadier Hudec holte sich die Goldmedaille vor Jan Sullivan (USA). Die neue Startregel wurde von Wetterkapriolen ausgehebelt.

Foto © ReutersJan Hudec feiert ersten WC-Sieg
Vizeweltmeister Jan Hudec hat am
Samstag die erste Abfahrt der Saison gewonnen und damit seinen ersten
Weltcupsieg gefeiert. Der 26-jährige Kanadier, der bisher noch nie
aufs Weltcup-Podest gefahren war, setzte sich in seinem Heimrennen in
Lake Louise vor dem US-Amerikaner Marco Sullivan (+0,24 Sek.) sowie
Andreas Buder (+0,34) durch. Der Niederösterreicher sorgte damit im
dritten Saisonrennen für den ersten Stockerlplatz der ÖSV-Herren.
Startnummern-Rennen.
Ein Blick auf die Ergebnisliste bewies, dass es sich um ein
Startnummern-Rennen handelte, das eigentlich bereits nach der Nummer
sieben entschieden war. Einzig Buder, der mit Nummer 29 ins Rennen
gegangen war, tanzte aus der Reihe. Hudec (5) und Sullivan (2) hatten
ebenso wie Kurt Sulzenbacher (ITA/7), Tobias Grünenfelder (SUI/6) und
Werner Heel (ITA/4), die auf den Plätzen vier bis sechs folgten,
allesamt Nummern unter 8.
Neue Startregel.
Die neue Startregel brachte also nicht den gewünschten Erfolg,
einerseits weil der Wind im oberen Teil stark zunahm, andererseits
weil die Sicht immer schlechter und gleichzeitig die Piste mit jedem
Läufer schlagiger wurde. Von den Top Sieben der Weltrangliste, die
Nummern zwischen 16 und 22 zugelost bekamen, war Vorjahressieger
Marco Büchel aus Liechtenstein als 12. der Beste, der Salzburger
Michael Walchhofer wurde 14.
Buder erfolgreich.
Erst bei Buder kam die Sonne heraus, wodurch die Sicht schlagartig
besser wurde. Und diese Bedingungen nutzte der 28-Jährige perfekt.
"Ich habe gekämpft von oben bis unten. Vor allem oben war es
schwierig, weil der Wind den Schnee aufgewirbelt hat. Aber davon darf
man sich nicht irritieren lassen, dann fährt man auch bei solchen
Bedingungen ein gutes Rennen", betonte der Göstlinger, dessen
Teamkollegen Georg Streitberger, Christoph Gruber und Romed Baumann
geschlossen die Ränge neun bis elf einnahmen.
"Eisig und holprig".
Noch besser lachen als Buder hatte aber Hudec nach seinem
Debütsieg. "Das ist ein magischer Moment für mich. Hier in der Heimat
vor den Augen meiner Familie und Freunde zu gewinnen, das ist einfach
einzigartig", erklärte Hudec, der ebenfalls von "sehr schwere
Bedingungen" sprach. "Durch den Schneemangel war die Piste sehr eisig
und extrem holprig." Bisher war Platz fünf in der Garmisch-Abfahrt im
Februar das beste Weltcup-Resultat des gebürtigen Tschechen.
Maier Rang 16.
Für ÖSV-Superstar Hermann Maier, der mit seinen neuen
(Head)-Latten unterwegs war, gab es am Ende Platz 16, wobei der
Salzburger bei der Zwischenzeit nach dem Mittelteil noch eine
Zehntelsekunde vor Hudec gelegen war. "Ich hatte dann unmittelbar
nach dieser Zwischenzeit einen Steher und habe kaum noch das nächste
Tor erwischt", erläuterte der "Herminator", dass seine Fahrt "zu
fehlerhaft" für einen Spitzenplatz war. "Ich bin mit zu viel Einsatz
gefahren. Doch im schwierigen Mittelteil bin ich toll gefahren, das
gibt mir Zuversicht für die nächsten Abfahrten."
Zum Thema
Abfahrt
Foto

Andreas Buder erreicht StockerlplatzFoto © GEPA
Herren
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2. Platz an US-Amerikaner SullivanFoto © GEPA
Fakten
Herren in Lake Louise:
Samstag: Abfahrt, Start um 19:30 Uhr
Sonntag: Super G , Start um 19:30 Uhr
Damen in Panorama:
Samstag: RTL, 1. Lauf ab 18 Uhr, 2. Lauf ab 21 Uhr
Sonntag: Slalom, 1. Lauf ab 18 Uhr, 2. Lauf ab 21 Uhr
Im TV: ORF 1 überträgt alle Rennen live.

















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