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Zuletzt aktualisiert: 24.11.2007 um 21:51 Uhr

Kanadischer Heimsieg beim Speed-Auftakt durch Hudec

Der Niederösterreicher Andreas Buder sorgte für ersten Stockerlplatz der ÖSV-Herren in der neuen Saison. Der Kanadier Hudec holte sich die Goldmedaille vor Jan Sullivan (USA). Die neue Startregel wurde von Wetterkapriolen ausgehebelt.

Jan Hudec feiert ersten WC-Sieg

Foto © ReutersJan Hudec feiert ersten WC-Sieg

Vizeweltmeister Jan Hudec hat am Samstag die erste Abfahrt der Saison gewonnen und damit seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. Der 26-jährige Kanadier, der bisher noch nie aufs Weltcup-Podest gefahren war, setzte sich in seinem Heimrennen in Lake Louise vor dem US-Amerikaner Marco Sullivan (+0,24 Sek.) sowie Andreas Buder (+0,34) durch. Der Niederösterreicher sorgte damit im dritten Saisonrennen für den ersten Stockerlplatz der ÖSV-Herren.

Startnummern-Rennen. Ein Blick auf die Ergebnisliste bewies, dass es sich um ein Startnummern-Rennen handelte, das eigentlich bereits nach der Nummer sieben entschieden war. Einzig Buder, der mit Nummer 29 ins Rennen gegangen war, tanzte aus der Reihe. Hudec (5) und Sullivan (2) hatten ebenso wie Kurt Sulzenbacher (ITA/7), Tobias Grünenfelder (SUI/6) und Werner Heel (ITA/4), die auf den Plätzen vier bis sechs folgten, allesamt Nummern unter 8.

Neue Startregel. Die neue Startregel brachte also nicht den gewünschten Erfolg, einerseits weil der Wind im oberen Teil stark zunahm, andererseits weil die Sicht immer schlechter und gleichzeitig die Piste mit jedem Läufer schlagiger wurde. Von den Top Sieben der Weltrangliste, die Nummern zwischen 16 und 22 zugelost bekamen, war Vorjahressieger Marco Büchel aus Liechtenstein als 12. der Beste, der Salzburger Michael Walchhofer wurde 14.

Buder erfolgreich. Erst bei Buder kam die Sonne heraus, wodurch die Sicht schlagartig besser wurde. Und diese Bedingungen nutzte der 28-Jährige perfekt. "Ich habe gekämpft von oben bis unten. Vor allem oben war es schwierig, weil der Wind den Schnee aufgewirbelt hat. Aber davon darf man sich nicht irritieren lassen, dann fährt man auch bei solchen Bedingungen ein gutes Rennen", betonte der Göstlinger, dessen Teamkollegen Georg Streitberger, Christoph Gruber und Romed Baumann geschlossen die Ränge neun bis elf einnahmen.

"Eisig und holprig". Noch besser lachen als Buder hatte aber Hudec nach seinem Debütsieg. "Das ist ein magischer Moment für mich. Hier in der Heimat vor den Augen meiner Familie und Freunde zu gewinnen, das ist einfach einzigartig", erklärte Hudec, der ebenfalls von "sehr schwere Bedingungen" sprach. "Durch den Schneemangel war die Piste sehr eisig und extrem holprig." Bisher war Platz fünf in der Garmisch-Abfahrt im Februar das beste Weltcup-Resultat des gebürtigen Tschechen.

Maier Rang 16. Für ÖSV-Superstar Hermann Maier, der mit seinen neuen (Head)-Latten unterwegs war, gab es am Ende Platz 16, wobei der Salzburger bei der Zwischenzeit nach dem Mittelteil noch eine Zehntelsekunde vor Hudec gelegen war. "Ich hatte dann unmittelbar nach dieser Zwischenzeit einen Steher und habe kaum noch das nächste Tor erwischt", erläuterte der "Herminator", dass seine Fahrt "zu fehlerhaft" für einen Spitzenplatz war. "Ich bin mit zu viel Einsatz gefahren. Doch im schwierigen Mittelteil bin ich toll gefahren, das gibt mir Zuversicht für die nächsten Abfahrten."


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Andreas Buder erreicht StockerlplatzFoto © GEPA

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2. Platz an US-Amerikaner SullivanFoto © GEPA

Fakten

Herren in Lake Louise:
Samstag: Abfahrt, Start um 19:30 Uhr
Sonntag: Super G , Start um 19:30 Uhr

Damen in Panorama:
Samstag: RTL, 1. Lauf ab 18 Uhr, 2. Lauf ab 21 Uhr
Sonntag: Slalom, 1. Lauf ab 18 Uhr, 2. Lauf ab 21 Uhr

Im TV: ORF 1 überträgt alle Rennen live.

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