Fünf Stunden Zwangspause für Vettel
So schnell kann es gehen. Nur ein paar Stunden nachdem Sebastian Vettel noch begeistert über seinen neuen Rennwagen geplaudert hatte, ließ ihn der RB8 im Stich.
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Zwangspause statt Kilometer sammeln hieß es deshalb am Freitag für den Formel-1-Doppelweltmeister bei den Testfahrten in Jerez de la Frontera.
Nach zwei Einführungsrunden mit dem neuen Formel-1-Boliden musste Vettel schon wieder zurück in die Red-Bull-Box. Und dort saß er dann fest. "Sowas gehört einfach zu einem Test dazu, das ist der Grund, warum wir hier sind", kommentierte der Deutsche aber die Probleme gelassen.
Hinter verschlossenen Toren suchten Mechaniker und Ingenieure mit Hochdruck nach der Ursache. Wie sich herausstellte, war es ein Defekt in der Elektronik. Ein erneuter Fahrversuch wurde nach ein paar Metern in der Boxengasse abgebrochen, Mechaniker eilten zum Red Bull, um ihn zurückzuschieben. Diesmal geriet der Motor ins Stocken.
"Natürlich würden wir gerne mehr fahren, aber das lässt sich jetzt nicht ändern", sagte Vettel in der Zwangspause. Erst nach rund fünf Stunden und einem Wechsel des Renault-Triebwerks, das im Vorjahr so gut wie keine Probleme gemacht hatte, kehrte er auf den Kurs zurück.
Auch Vettels Rivale Fernando Alonso war am letzten der vier Testtage in Andalusien nicht in der Lage, sein geplantes Programm abzuspulen. Am neuen Ferrari mussten nämlich zwischenzeitlich ein paar Reparaturen und Veränderungen vorgenommen werden. Immerhin hatte der zweifache Ex-Weltmeister zuvor für eine Bestzeit gesorgt. Die kam zur rechten Zeit, nachdem bereits reichlich Kritik auf den bisher wenig überzeugenden F2012 niedergeprasselt war.
Im Gegensatz zur Scuderia herrschte bei Red Bull - bis zu den unwillkommenen Problemen - eine sichtbar entspannte Stimmung. Vettels Eindruck vom neuen Gefährt war gut, "das erste Gefühl passt", hatte er am Donnerstag zu Protokoll gegeben. Und wie wichtig genau das ist, erklärte Vettel anschließend: "Es prägt einen für das ganze Jahr, würde ich sagen." Man dürfe es allerdings auch nicht überbewerten.
Bei den Auftakttests heißt allerdings auch die Devise: Vorsicht! "Gerade am Anfang, mit einem neuen Auto, wenn es noch keine Ersatzteile gibt, gibt es keinen Grund, loszulegen wie ein Stier", hatte Vettel gemeint. "Das heben wir uns für später auf."
Red Bulls Vorteil ist, dass in Lotus, Williams und Caterham gleich drei weitere Teams mit Motoren des französischen Autobauers unterwegs sind, und somit eine Vielzahl von Daten vorliegt. Bis zum nächsten Test vom 21. bis 24. Februar auf dem Circuit de Catalunya in Montmelo bei Barcelona sollten die Probleme gelöst sein.
Vom 1. bis 4. März stehen für Vettel & Co dann die letzten Testrunden auf dem Programm, bevor sich der 24-jährige Deutsche am 18. März im Grand Prix von Australien den entscheidenden Eindruck vom neuen RB8 verschaffen kann. Nicht in der Garage, sondern auf der Strecke.















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