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Der Sensationsmann muss noch "lernen" Eine "Sportblase", die nicht platzt Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Formel 1 Nächster Artikel Der Sensationsmann muss noch "lernen" Eine "Sportblase", die nicht platzt
Zuletzt aktualisiert: 10.02.2012 um 05:11 UhrKommentare

Mateschitz: "Wir wollen beide Titel verteidigen"

Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz (67) machte sich in Jerez von der neuen Formel 1 und Sebastian Vettels erster Ausfahrt ein Bild.

Dietrich Mateschitz

Foto © APADietrich Mateschitz

Nach zwei Mal zwei WM-Titeln, was kann man da einem Rennstall ins neue Jahr auf die Reise mitgeben?

DIETRICH MATESCHITZ (runzelt die Stirn): Wir wollen beide Titel verteidigen. Wir haben ja keine andere Wahl. Wir können nicht freiwillig Dritter werden.

Teamchef Christian Horner meint, dass Sebastian Vettel noch lange nicht am Zenit ist?

MATESCHITZ: Da ist sicher Spielraum nach oben. Punkto Erfahrung und Souveränität ist Sebastian noch nicht bei 100 Prozent angelangt.

Startet Vettel mit so etwas wie einem WM-Bonus? Oder starten Vettel und Mark Webber quasi auf Augenhöhe?

MATESCHITZ (erstaunt): An unserer Grundhaltung hat sich nichts geändert. Beide bekommen völlig identes Material, es gibt keinerlei Stallregie, es beginnt für beide wieder bei Null.

Trauen Sie Webber zu, dass er für Vettel noch einmal eine Herausforderung werden kann?

MATESCHITZ: Aus heutiger Sicht ist das schwer zu sagen. Aber warum nicht? Auch ich bin neugierig, wie schwer oder nicht schwer es für Vettel wird, seine Dominanz zu verteidigen.

Apropos Dominanz. Könnte sein, dass einige Neuerungen im Reglement Red Bull um seinen Vorsprung bringen?

MATESCHITZ: Die Konkurrenz hat letztes Jahr so viel von uns kopiert und nachgebaut, dass Vieles am Ende kein Vorteil mehr war. Aber wir hatten im letzten Rennen immer noch einiges an Vorsprung. Das nimmt man natürlich ins neue Jahr mit.

Lesen Sie das aus den ersten Tests hier heraus?

MATESCHITZ: Diese Tests sind kein Maßstab. Jeder fährt mit anderen Zielen und will hier andere Erwartungen erfüllen. Aber ich denke, das Kräfteverhältnis ist ungefähr gleich geblieben.

Sie haben immer gesagt, wenn man Red Bull mit irgendwelchen Mätzchen einzubremsen versucht, könnten Sie sehr schnell die Lust an der Formel 1 verlieren . . .

MATESCHITZ: Dass die Konkurrenz probiert, uns alles Mögliche anzudichten - sagen wir so, das sind die klassischen Versuche, so etwas ist legitim.

Wann beginnen Sie eigentlich einen Nachfolger für Mark Webber (Vertrag nur bis Ende 2012, Anm.) zu suchen?

MATESCHITZ: Jetzt lassen wir den Mark einmal fahren. Sollte es so weit sein, ist unser primäres Ziel, einen unserer Junioren ins Auto zu setzen.

Die letzte Frage. Denkt der Besitzer von zwei Formel-1-Teams auch über den Tag X nach, wenn es Bernie Ecclestone einmal nicht mehr geben sollte?

MATESCHITZ: Damit beschäftigen sich alle Teams. Zu 100 Prozent wird Ecclestone nicht ersetzbar sein. Er müsste sich auch selbst über einen Nachfolger den Kopf zerbrechen. Aber wir gehen ja davon aus, dass Bernie 100 Jahre alt wird.

INTERVIEW: GERALD POTOTSCHNIG; JEREZ

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GEPA/Reuters/Fotolia

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2005: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2006: Fernando Alonso (ESP; Renault)
2007: Kimi Räikkönen (FIN; Ferrari)
2008: Lewis Hamilton (GBR; McLaren)
2009: Jenson Button (GBR; Brawn)
2010: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)
2011: Sebastian Vettel (GER; Red Bull)

 

Formel-1-Rekordweltmeister

Fahrer:

1. Michael Schumacher (GER)
7 WM-Titel (1994,95,2000,01,02,03,04)
2. Juan Manuel Fangio (ARG)
5 WM-Titel (1951,54,55,56,57)
3. Alain Prost (FRA)
4 WM-Titel(1985,86,89,93)

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9 WM-Titel
3. McLaren
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