Eisel und Haller fahren in Katar
Zeit für Veränderung. Die Kärntner Radprofis Bernhard Eisel (30) und Marco Haller (20) rollen bei der Katar-Rundfahrt einer neuen Saison entgegen. Eisel ist bereits auf dem fünften Gesamtrang.

Foto © GEPABernhard Eisel
Bernhard Eisel zählt im Radsportzirkus mit seinen 30 Jahren fast schon fast zum "alten Eisen", Marco Haller (20) hat gerade erst den Sprung in den Profizirkus geschafft. Gemein haben die beiden aber eines: Sie starteten bei der Katar-Rundfahrt (5. bis 10. Februar) in eine neue Ära.
Eisel, Parade-Domestik von Weltmeister Mark Cavendish, heuerte mit eben diesem nach der Schließung seines bisherigen Arbeitgebers HTC Highroad beim britischen Team Sky an. Bereut hat er diese Entscheidung bislang keine Sekunde. "In diesem Team regiert Herz, Motivation und Professionalität. Das macht einfach Spaß."
Giro, Tour, Olympia
Nach dem Wüstenabstecher in Katar und nächste Woche im Sultanat Oman liegt der Fokus des Wahlkärntners wie jedes Jahr auf den Frühjahresklassikern. Ehe er erstmals seit 2003 wieder beim Giro d'Italia in die Pedale tritt. "Ein neues Team bedeutet halt auch einen anderen Rennplan." Zur Tour de France soll's heuer dennoch gehen, ehe bei Olympia 2012 in London das große Saisonhighlight ansteht.
Olympische Ringe hat auch "Greenhorn" Haller im Visier. "Das sag ich jetzt ganz offiziell. Es ist ein Sprinterkurs und Sprinter haben wir in Österreich ja nicht allzu viele", gibt sich der Klagenfurter selbstbewusst. Beim russischen Rennstall Katjuscha schnuppert Haller in Katar erstmals Profiluft und ist beeindruckt: "Für mich ist alles noch aufregend. Plötzlich fährst du inmitten der großen Stars; zwischen einem Cancellara, Cavendish oder Hushovd." Ohne Druck soll Haller sein erstes Neo-Profijahr abspulen. Verstecken muss er sich als 50. der Gesamtwertung bislang jedenfalls nicht, Bernie Eisel liegt nach der vierten Etappe an fünfter Stelle.















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