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Zuletzt aktualisiert: 06.02.2012 um 21:15 UhrKommentare

Doppel-Pleite macht 99ers-Boss ratlos

Seine 99ers verloren zwei Mal gegen Schlusslicht Jesenice. Glaubt Präsident Jochen Pildner-Steinburg noch an das Play-off? Gibt es jetzt Konsequenzen?

Jochen Pildner-Steinburg

Foto © GEPAJochen Pildner-Steinburg

Zwei Niederlagen gegen eine Jesenice-Mannschaft, die noch vor zwei Wochen vor dem finanziellen Aus stand und als Punktelieferant gilt. Und das in der entscheidenden Phase der Meisterschaft. Wie ist das zu erklären, Herr Präsident?

Jochen Pildner-Steinburg: Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht erklären, wie es plötzlich zu diesem Einbruch gekommen ist, weil es seit Weihnachten ja gut gelaufen ist. Es ist peinlich, das muss man leider so sagen. Ich bin ratlos.

Wird es Konsequenzen geben?

Pildner-Steinburg: Jetzt und sofort keine. Das ist eben der Sport. Ich kann ja keinen bestrafen, nur weil er verliert. Langfristig stellen sich die Konsequenzen ohnehin von selber ein. Erfolglosigkeit wird sicher Einfluss auf die weiteren Karrieren der Spieler haben. Die wollen ja auch wieder Verträge - hier, oder woanders. Das wird dann schwierig.

Ist das Play-off jetzt für die 99ers noch zu schaffen?

Pildner-Steinburg: Rein rechnerisch ist noch alles möglich. Aber man muss auch Realist bleiben - wenn wir so weiterspielen wie in den letzten drei, vier Spielen wird sich das Viertelfinale sicher nicht mehr ausgehen. Auch weil Wien und Villach noch ein Spiel mehr zu absolvieren haben.

Was würde es bedeuten, wenn das Play-off nicht erreicht wird?

Pildner-Steinburg: Dann sind wir eben nicht im Play-off, deswegen bricht die Welt auch nicht zusammen. Dann haben wir ein Ziel verfehlt - nicht mehr, nicht weniger. Wir werden über unsere Fehler nachdenken, wenn es so weit ist. Das ist ein normaler Vorgang.

Welche Fehler wurden gemacht?

Pildner-Steinburg: Bei den Spielerverpflichtungen war sicher nicht alles optimal. Die Leistungsschwankungen sind traurig, manchmal sogar peinlich.

Angeblich sollen auch Vertragsverhandlungen eine Rolle spielen. Haben die Spieler den Kopf nicht ganz frei?

Pildner-Steinburg: Normalerweise müsste in dieser Phase jeder zu 100 Prozent bei der Sache sein, das ist eine Charakterfrage. Manche haben das Problem, dass Wunsch und Wirklichkeit weit auseinanderklaffen. Auch bei den Vertragsvorstellungen.

Machen Sie auch Trainer Mario Richer Vorwürfe?

Pildner-Steinburg: Ich glaube nicht, dass man ihm viel vorwerfen kann. Spielerisch hat er über weite Strecken eine Steigerung geschafft. Richer ist sicher auch für die nächste Saison ein Thema.

Wie geht es jetzt weiter?

Pildner-Steinburg: Wir warten einmal die letzten Spiele ab, dann wird alles genau analysiert. Vielleicht passiert ja noch etwas. Sonst werden wir auf dem Spielersektor reagieren müssen.

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