Hauen und Stechen bei Opel
Die Sparpläne von GM sorgen nun für Zwist zwischen den Standorten. Deutscher Betriebsratschef unterstellt Österreich, mit Subventionen Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Wien zu fördern.

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Vorschusslorbeeren erntete der kürzlich ernannte interimistische Europa-Chef von General Motors, Nick Reilly, nicht gerade. Ganz im Gegenteil. Er sei ein "harter Hund", so hieß es wenig schmeichelhaft in deutschen Betriebsratskreisen. Dann folgte Reillys Blitztour durch europäische Opel-Werke. Kaum abgeschlossen, war plötzlich davon die Rede, dass GM sämtliche deutsche Opel-Standorte erhalten wolle, also auch die kolportierten "Wackelkandidaten" Bochum und Eisenach.
Die Devise lautete plötzlich: erhalten und redimensionieren. Zur Sanierung sollen europaweit aber rund 9000 Stellen gestrichen werden. Davon 2500 in der Opel-Zentrale Rüsselsheim. Das widerspreche Zusagen, die GM zuvor abgegeben habe, kritisierte Hessens Ministerpräsident Roland Koch. Der geplante Stellenabbau in Rüsselsheim sei "für uns absolut inakzeptabel".
Und das ist längst nicht die einzige Verstimmung. Mittlerweile führen die Sanierungspläne von GM zu Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Standorten. Länderübergreifend. So glaubt etwa der Betriebsratschef des Opel-Werkes in Bochum, Rainer Einenkel, dass das GM-Werk in Wien-Aspern Subventionen erhält und so die Verlagerung der Getriebeproduktion von Bochum nach Wien mit Steuergeldern interessant macht. Es könnte also zu einem Personalabbau in Deutschland kommen, weil in Österreich mit Steuergeldern neue Arbeitsplätze geschaffen werden" so Einenkel in der "Wirtschaftswoche". Sollte sich das bewahrheiten, würde Einenkel die EU anrufen. In Österreich weiß man von derartigen Subventionszusagen nichts.
Porsche dementiert
Unterdessen hat Porsche gestern dementiert, dass der frühere Opel-Interessent Magna 400 Millionen Euro für die absehbare Kündigung der zwei Porsche-Aufträge in Graz verlangt hätte. "Das ist absurd", so ein Porsche-Sprecher. "Magna hat eine derartige Forderung nicht erhoben." Ob und in welcher Höhe Magna Forderungen erhoben hat, wollte der Porsche-Sprecher nicht sagen. "Wir sind weiter in Gesprächen."














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