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Zuletzt aktualisiert: 04.02.2012 um 07:20 UhrKommentare

Hypobank: Ditz will keinen CSI-Spion

Aufsichtsrat gegen Finanzprokuratur: Aufsichtsratsvorsitzender Ditz sieht durch Aufpasser die Steuerbarkeit der Bank gefährdet und schlägt einen "Koordinator" vor.

Hypo-Aufsichtsratschef Johannes Ditz legt sich mit dem Boss der Sonderermittler CSI an

Foto © APAHypo-Aufsichtsratschef Johannes Ditz legt sich mit dem Boss der Sonderermittler CSI an

Johannes Ditz, Aufsichtsratschef der Hypo Alpe Adria, kann sich künftig einen internen "Koordinator" für die Aufarbeitung der Probleme der Bank vorstellen. Einen entsprechenden Vorschlag hat er am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung Finanzministerin Maria Fekter unterbreitet. "Den Grundvorschlag von der Ministerin, die Aufklärung nun ins Unternehmen selbst zu verlagern, finde ich richtig," so Ditz zur Kleinen Zeitung. Gegen einen "Aufpasser", wie ihn die noch von Ex-Finanzminister Josef Pröll eingesetzte Sonderermittlertruppe CSI Hypo installieren will, macht Ditz dagegen schon seit Tagen mobil.

Am Vorschlag von Wolfgang Peschorn, Chef der CSI Hypo und Leiter der Finanzprokuratur, stört Ditz die weitreichende Macht, die ein solcher neu geschaffener Posten laut CSI-Definition hätte. Der Sonderbeauftragte könnte am Vorstand und Aufsichtsrat vorbei direkt ins Finanzministerium berichten. "Da würden willkürlich neue Berichts-Pflichten festgelegt, eine Steuerung des Unternehmens im Sinne des Aktienrechts wäre nicht gesichert", sagt Ditz. "Wir stehen gerade an einer entscheidenden Weggabelung, das Unternehmen muss geführt werden können. Etwas, das gegen Aktienrecht verstößt, machen wir nicht."

Ein konstruktiv Mitwirkender mit Expertise etwa zur Aufarbeitung von Schadenersatzklagen sei ihm hochwillkommen. Ditz: "Ich bin nicht gegen Aufklärung, nur weil ich gegen den CSI-Vorschlag bin." Ein solcher Koordinator sei aber dem Vorstand und Aufsichtsrat zuzuordnen. Wer das sei, könne die Hauptversammlung vorschlagen, also die Republik Österreich als Bankeigentümer. Eine außerordentliche Hauptversammlung dürfte noch im Februar einberufen werden.

Vorstand Gottwald Kranebitter hatte am Montag betont, einen Sonderbeauftragten unterstützen zu wollen.

CLAUDIA HAASE

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