Hypo-Vorstand gesucht
Hypo-Aufsichtsrat will noch im März alle Vorstandsposten ausschreiben. "Nach bestem Wissen und Gewissen und ohne politische Einflussnahme" werde dann entschieden.

Foto © Kleine Zeitung/Werner Koscher
"Es gibt keinen Garantieschein im Leben, aber auch keinen Anlass über eine Ablöse zu spekulieren", sagte noch am Wochenende Finanzminister Josef Pröll über Hypo-Vorstandschef Franz Pinkl. Nur wenige Tage später hat der neue Aufsichtsrat der Hypo Group Alpe Adria einstimmig die Neuausschreibung aller Vorstandsposten bei der Hypo beschlossen. "Wir wollen schon bei der Präsentation der Bilanz, Ende März, Klarheit über die Vorstandspositionen", betont der Vorsitzende des Aufsichtsrates Johannes Ditz im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Das renommierte Personalberatungsunternehmen Spencer Stuart hat den Auftrag, nach einer Persönlichkeit zu suchen, die die "Kraft hat, das Unternehmen in die richtige Richtung zu steuern", so Ditz. Dass sich der neue Aufsichtsrat diesen Steuermann (oder -frau) aussuchen könne, sei legitim.
Ohne politischen Einfluss
"Wir werden dann nach bestem Wissen und Gewissen und ohne politische Einflussnahme im Aufsichtsrat entscheiden, wer der Richtige für diese Aufgabe ist", versichert Ditz. Dieses Procedere bedeute nicht von vorneherein die Ablöse von Franz Pinkl. Der Vorstandschef könne sich selbstverständlich bewerben. "Pinkl hatte eine bedeutende Brückenfunktion beim Übergang von der Wachstums in die Restrukturierungsphase", so Ditz. Unter seiner Ägide sei der Kurswechsel erfolgreich über die Bühne gegangen. Ditz: "Das ist jedoch kein Präjudiz für die Zukunft." Diese Vorgangsweise sei dem Eigentümer bereits kommuniziert worden. "Da gibt es keine Meinungsverschiedenheiten, wie es auch unter den Aufsichtsräten keine unterschiedlichen Auffassungen gibt", betont Ditz, "der politische Einmischung als Uralt-Politik ansehen würde.















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