Prodi: "Egoismus der Deutschen verlängert Krise"
Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Prodi wirft Deutschland in der Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise "Egoismus" vor. Italien wolle endlich wissen, ob seine "schweren Opfer" positive Auswirkungen haben werden.

Foto © APARomano Prodi rügt Angela Merkel
Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Prodi wirft Deutschland in der Bekämpfung der Euro-Schuldenkrise "Egoismus" vor. "Italien hat seine Hausaufgaben gemacht, die uns die verschiedenen Lehrer erteilt haben", sagte Prodi in einem von der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" veröffentlichten Beitrag.
"Italien hat schwere Opfer zu leisten, die das Land auch in der Zukunft weiterhin belasten werden. Jetzt haben wir das Recht, zu wissen, wann und ob sich die positiven Auswirkungen dieser Opfer zeigen werden", betonte Prodi.
"Wir erwarten uns, dass die nächsten EU-Gipfel nicht mit ungenügenden und vagen Maßnahmen zu Ende gehen werden, die die Spekulationen nicht bremsen und keine Hoffnungen auf einen europäischen Neubeginn geben können", sagte Prodi. Der Beitrag wurde mit dem Titel "Der deutsche Egoismus verlängert die Krise" veröffentlicht.
"Stärkere Solidaridät" gewünscht
"Die Tatsache, dass sich Deutschlands Wachstumsperspektiven verschlechtern und dass sich US-Präsident Barack Obama offen über die möglichen negativen Auswirkungen einer europäischen Rezession auf die US-Wahlen besorgt erklärt hat, sollte zu einer Politik führen, die mit stärkerer Solidarität das Ende der Krise begünstigt und dem Aufschwung den Weg ebnet", meinte Prodi. Er sei allerdings nicht optimistisch, dass dies rasch erfolgen werde.














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