Ringen um die Kärntner FPÖ
Die Kooperation mit der FPK ist offen. FPÖ-Chef Strache soll einen Pakt mit FPK-Chef Scheuch erklären. Donnerstag war für den Vorstand die Auflösung der FPÖ Kärnten kein Thema.

Foto © APA/Hochmuth (Archivbild)FPK-Chef Scheuch (links) und FPÖ-Chef Strache
Die Kärntner FPÖ, die wegen der von HC Strache und Uwe Scheuch besiegelten Kooperation der Bundes-FPÖ mit der FPK (früher BZÖ) auf der Suche nach ihrer Positionierung ist, fixierte am Donnerstagabend das weitere Vorgehen. Der Parteivorstand nominierte ein Verhandlungsteam, das mit FPK-Chef Scheuch über eine etwaige Kooperation wie über eine gemeinsame Wahlliste bei der nächsten Landtagswahl verhandeln soll. Das Gespräch soll um Ostern stattfinden.
Im Verhandlungsteam sind beide FPÖ-Lager vertreten: EU-Abgeordneter Andreas Mölzer als Verfechter der "Parteienverschmelzung" und des "Idealfalles, dass in Kärnten eine einzige Partei die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft vertritt". Das würde bedeuten, dass sich die Kärntner FPÖ auflöst, was Landesparteichef Harald Jannach wie Finanzreferent Christian Leyroutz jedoch entschieden ablehnen. Die beiden sind ebenfalls Mitglieder des Verhandlungsteams. Ein klares Nein zur Auflösung der FPÖ Kärnten kam zuletzt von der blauen Mitgliederversammlung.
Auflösung kein Thema
Donnerstag war für den Vorstand samt Mölzer die Auflösung kein Thema. Strache wird ersucht, den Mitgliedern den Pakt mit Scheuch zu erklären. Danach will die Landespartei ihre Position festlegen. Das Ringen ist spannend, weil die Kooperation Bundes-FPÖ/FPK nur Sinn macht, wenn die FPÖ Kärnten bei den nächsten Nationalratswahlen nicht eigenständig antritt und die FPK-Stimmen zur Bundes-FPÖ kommen.








