Obama beriet mit Netanyahu über Nahost-Diplomatie

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Nach den ersten Nahost-Gesprächen seit mehr als einem Jahr hat US-Präsident Obama am Donnerstag das Ziel eines dauerhaften Friedens in der Region bekräftigt. In einem Telefonat habe Obama mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu über die jüngsten Unterredungen in der jordanischen Hauptstadt gesprochen, teilte das Präsidialamt in Washington mit.
Das Sondierungstreffen in Amman für neue Friedensverhandlungen ging Anfang Jänner ohne konkrete Ergebnisse zu Ende. Die Nahost-Gespräche liegen seit Ende 2010 auf Eis. Damals hatte Israel sich geweigert, wie von den Palästinensern gefordert einen Baustopp jüdischer Siedlungen im besetzten Westjordanland zu verlängern.
In dem Telefonat mit Netanyahu sprach Obama den Angaben zufolge auch über die Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf das Verhalten des Iran. Im Atomstreit mit der Teheraner Regierung nahmen schärfere Sanktionen zuletzt Form an. So konkretisierten sich Diplomaten zufolge die EU-Pläne für ein Ölembargo, während Japan am Donnerstag den USA Unterstützung beim Verbot von Ölimporten zusagte. Ziel der Maßnahmen ist es, die wichtigste Einnahmequelle des weltweit fünftgrößten Erdölexporteurs auszutrocknen und so das Land zum Einlenken im Atomstreit zu bewegen. Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten.
Die Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen haben sich in den vergangenen Monaten nach einer ganzen Reihe von Vorfällen erhöht. Zuletzt war ein iranischer Atomwissenschaftler in Teheran bei einem Bombenanschlag getötet worden. Der Iran beschuldigte umgehend Israel und die USA, für das Attentat verantwortlich zu sein. Die Vereinigten Staaten wiesen den Vorwurf entschieden zurück. Israelische Regierungsvertreter lehnten eine Stellungnahme ab.













