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Zuletzt aktualisiert: 10.12.2009 um 19:45 UhrKommentare

"Krieg manchmal notwendig"

Der US-Präsident nahm seinen Nobelpreis mit "tiefer Dankbarkeit und großer Demut" entgegen. In seiner Rede ging er auf den Afghanistan-Einsatz der USA ein und meinte: "Gewaltlosigkeit hat auch Hitler nicht gestoppt".

US-Präsident Barack Obama bei seiner Nobelpreis-Rede

Foto © ReutersUS-Präsident Barack Obama bei seiner Nobelpreis-Rede

US-Präsident Barack Obama hat bei der Entgegennahme des Friedensnobelpreises den Einsatz von Gewalt als notwendiges Mittel der Politik verteidigt. "Die Instrumente des Krieges spielen eine Rolle bei der Wahrung des Friedens", sagte Obama am Donnerstag bei der Zeremonie im Rathaus von Oslo. Zuvor hatte der Vorsitzende des Nobel-Komitees, Thorbjörn Jagland, die Vergabe des Preises an Obama verteidigt.

"Moralisch geboten"

Gewaltlosigkeit habe weder gereicht, um Adolf Hitlers Wehrmacht zu stoppen, noch habe sie die Terrororganisation Al-Kaida dazu gebracht, ihre Waffen niederzulegen, sagte Obama. "Es gibt Zeiten, in denen Nationen - im Alleingang oder gemeinsam - den Einsatz von Gewalt nicht nur als notwendig, sondern als moralisch geboten ansehen", sagte der US-Präsident.

Er sei sich der Kosten bewaffneter Konflikte jedoch bewusst. Krieg sei niemals "glorreich", sagte der Präsident, unter dessen Oberkommando die USA derzeit vor allem im Irak und in Afghanistan im Einsatz sind. Erst vor kurzem hatte er angekündigt, 30.000 zusätzliche Soldaten an den Hindukusch zu entsenden.

"Frieden und Wohlstand"

"Wir sind im Krieg, und ich bin verantwortlich für die Entsendung tausender junger Amerikaner, um in einem fernen Land zu kämpfen", sagte Obama. "Einige werden töten, andere werden getötet". Die USA hätten in den vergangenen sechs Jahrzehnten allerdings mitgeholfen, die weltweite Sicherheit zu garantieren. "Die Leistung und Aufopferung unserer Männer und Frauen in Uniform hat von Deutschland bis Korea Frieden und Wohlstand begünstigt", sagte er.

Obama erhielt neben einer goldenen Medaille ein Preisgeld in Höhe von rund einer Million Euro. Den Preis nahm er in "tiefer Dankbarkeit" und mit "großer Demut" an. Zugleich räumte er ein, dass die Ehrung eine "Kontroverse" ausgelöst habe. Im Vergleich mit zuvor ausgezeichneten "Größen der Geschichte" sei seine Leistung bisher gering.


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