AK-Test: Markenprodukte bis zu acht Mal teurer
Vor allem bei Brot, Früchten, Gemüse oder Schokolade lohnt sich ein Vergleich. Bioprodukte sind im Schnitt drei Mal so teuer wie Lebensmittel aus Billiglinien.

Foto © APABei vielen Lebensmitteln lohnt sich der Preisvergleich
Bis zu 800 Prozent Preisunterschied bei Tomaten - das ist nur eines der Ergebnisse, das der jährliche Vergleich der Lebensmittelpreise durch die Arbeiterkammer Steiermark ergeben hat. Auch bei Mischbrot, Äpfeln, Vollmilchschokolade, Kartoffeln oder Spaghetti kosten die teuersten Vertreter zwischen fünf und sechs Mal mehr, als das billigste Vergleichsprodukt.
Insgesamt wurden im "Steirischen AK-Warenkorb" 523 Produkte von 19 verschiedenen Lebensmittelkategorien dem Vergleich unterzogen. Der mit den 19 Billigprodukten gefüllte Warenkorb kostete demnach 12,53 Euro, der Markenproduktkorb 23,66 Euro und die vergleichbaren Bioprodukte 33,4 Euro.
"Für die Verbraucher soll die Erhebung eine Orientierung in der großen Vielfalt an Lebensmitteln geben. Denn es gibt Produkte wie den Zucker, wo ein Preisvergleich überflüssig ist, aber auch viele, wo sich ein Vergleich wirklich lohnt", sagt Susanne Bauer, Marktforscherin der Arbeiterkammer. Ein Kilogramm Zucker kostete etwa in allen getesteten Märkten 1,19 Euro. Bei 500 Gramm Spaghetti wiederum spannt der Preis zwischen günstigstem und teuerstem Produkt einen Bogen von 39 Cent bis 2,99 Euro. Am eklatantesten war die Preisspanne bei Tomaten: Ein Kilo der günstigsten Tomaten war um 1,29 Euro zu haben, die teuersten kosteten pro Kilo 11,92 Euro - mehr als das Achtfache!
Unter die Lupe genommen wurde auch die Verwendung von Herkunftsauszeichnungen, auf die Verbraucher großen Wert legen. Rund die Hälfte der untersuchten Produkte stammte aus Österreich. Auffällig: Während bei Produkten aus dem Ausland meist nur das Land selbst angeführt ist, erfreuen sich bei heimischen Produkten individuelle Wort- und Bildhinweise über die Herkunft großer Beliebtheit.










