Pillen gegen Epidemien lagern weiter ein
Die Angst vor Epidemien der Vogelgrippe (2005) und der Schweinegrippe H1N1 (2009) war groß, deshalb kauften Europas Regierungen massenhaft Tamiflu ein. Schweiz verbrennt Medikamente nun, Steiermark lagert weiter ein.

Foto © APA Tamiflu: große Bestände
GRAZ. Mangels großflächiger Ausbrüche liegt das Antivirenmedikament seither in den Lagern - und nähert sich seinem Ablaufdatum. In der Schweiz hat man sich dazu entschlossen, die Medikamente schrittweise zu verbrennen.
In der Steiermark lagert nach Auskunft der Landessanitätsdirektion Tamiflu-Prophylaxe für 120.000 Schlüsselpersonen (etwa im Gesundheitssektor) zu je 50 Tagen. Das Medikament sei großteils als Pulver in Fässern gelagert, und zwar so, dass die Wirkung auch über das Ablaufdatum hinaus gewährleistet ist. Ob das der Fall ist, kontrolliere der Hersteller regelmäßig. Läuft es endgültig ab, wird es entsorgt. Wann das der Fall ist, ist noch nicht klar. Ob dann nachbestellt wird, auch nicht.
Neben Tamiflu lagern in der Steiermark übrigens 1,7 Millionen Atemschutzmasken. Die damalige Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat hatte 2006 rund acht Millionen Stück bestellt, der Verkauf floppte. "Sie sind aber auch bei anderen Epidemien verwendbar", sagt der Sprecher von Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder.



















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