Venedig, wie es leibt, lebt, liebt und leidet
Der britische Städtebiograf Peter Ackroyd hat der Lagunenstadt tief in den Bauch geschaut.

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Für Peter Ackroyd, der bereits seiner Heimatstadt London und der Themse ein bleibendes Denkmal zwischen zwei Buchdeckeln gesetzt hat, sind Metropolen keine Ansammlung von toten Gemäuern und ebenso toter Historie; Städte sind für den gefeierten Briten vielmehr lebende Organismen, die atmen, schwitzen, fauchen, bluten, lieben, leiden und vieles mehr. Kurz: Städte sind Menschen. Und den interessanten unter ihnen widmet man Biografien. So einfach ist das.
Und so spannend! Wann sich Ackroyd jene Stadt vornimmt, die das wohl unvergleichlichste Gesicht der Welt trägt, war nur eine Frage der Zeit. Jetzt liegt "Venedig. Die Biographie" endlich in den Regalen, und wer an dieser prallen "Menschengeschichte" vorbeigeht, muss zur Strafe die Rechnung für einen Cappuccino auf dem Markusplatz begleichen.
Ackroyd haucht der Lagunenstadt mit seinem unaufgeregten Schreibstil von der ersten Seite an Leben ein, erzählt von den Anfängen der Stadt, den ersten Siedlern, dem Aufstieg zur weltbeherrschenden Seemacht und schließlich den Niedergang. Er schildert die Faszination, die diese Stadt auf die Feingeister dieser Welt ausübt, lässt aber auch nicht aus, unter welchen Lasten und Problemen
La Serenissima heute leidet. Sonnen- und Schattenseiten. Wie bei jedem Geschöpf aus Fleisch und Blut.
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