Fußballspiel eskalierte: Ausschreitungen zwischen Fans
Nach Fußball-Fans aus Laibach und Zagreb randalierten Samstagabend tschechische Fans am Sportplatz in Föderlach. Bilanz: verletzte Personen, beschädigte Autos.

Foto © APA/Symbolbild
Insgesamt 17 Fußballmannschaften absolvieren in diesem Sommer ihre Testspiele auf Kärntner Fußballplätzen. Neben Geld und potentiellen Kärnten-Urlaubern bringen sie zum Teil aber auch etwas Unerwünschtes mit: gewaltbereite Fans. Innerhalb nur einer Woche war es Samstagabend schon das dritte Spiel, bei dem die Situation total eskaliert ist und ein riesiges Polizeiaufgebot notwendig war.
Nachdem an den Tagen zuvor Fans aus Laibach und Zagreb für gefährliche Szenen sorgten, waren es diesmal tschechische Fans, die die Polizei am Sportplatz in Föderlach bei Wernberg in Atem gehalten haben. Gekickt hat Sparta Prag gegen den MSV Duisburg. Schon vor dem Spiel war die Stimmung aufgeheizt. "Die Fans haben das Spielfeld belagert, Mülltonnen und Stühle heruntergeworfen. Ich habe fast eine Cola-Flasche abbekommen", schildert ein Zuschauer.
Anzeige gegen Fans
Richtig losgegangen ist es dann nach dem Spiel. Einige der 45 tschechischen Fans, die mit dem Bus angereist waren, haben auf dem Parkplatz beim Fußballplatz mehrere Autos beschädigt und wollten auf einheimische Fans losgehen. Auch ein Polizist wurde verletzt, heißt es beim Landespolizeikommando. Damit aber nicht genug. 25 der laut Polizei offensichtlich betrunkenen Fans haben dann auf der Wörthersee-Rast in der Tankstelle zu randalieren begonnen. Sie begingen Diebstähle und Sachbeschädigungen, beide Tankwarte wurden leicht verletzt. Die Fans durften dann eskortiert von der Polizei, den Weg nachhause antreten. Sie werden angezeigt.
Der Veranstalter des Fußball-Sommercamps, Armin Somrak, ist entsetzt über die Ausschreitungen. Mit den Fans von Sparta Prag habe es bisher noch nie Probleme gegeben. "Wir müssen uns aber in Zukunft die Mannschaften die kommen noch genauer ansehen. Solche mit derartig gewaltbereiten Fans werden nicht mehr eingeladen", sagt Somrak.










