Der Fasching war sein Schicksal
Am 11.11. geboren und am Rosenmontag gestorben: Dem Vizekanzler der Faschingsgilde Spittal, Ernst Thaler, rufen seine Freunde ein letztes, trauriges "Helei" hinterher.

Foto © Rie-PressErnst Thaler
Er war mit ganzem Herzen Faschingsnarr, und das nicht nur, weil er am 11. 11. Geburtstag hatte. Mit Ernst Thaler, Vizekanzler der Faschingsgilde Spittal, ist am Rosenmontag im Alter von 56 Jahren ein ganz besonderes Mitglied von der Narrenbühne abgetreten.
"Ernst war im 33. Jahr in unserer Gilde. Dass er am Rosenmontag an einer Herzattacke verstorben ist, erscheint wie eine Ironie des Schicksals. Als ob es so hätte sein müssen", schreibt Kanzler Gerald Köck tief betroffen in seinem Nachruf. Die Mitglieder der Gilde ereilte die Nachricht vom Tod ihres Vizekanzlers am Montagabend, kurz bevor sie sich trafen, um bei der Polizei den Faschingsausklang zu feiern. Thaler, der schon seit Längerem gesundheitlich angeschlagen war und einen Tag zuvor mit der Diagnose "Lungenentzündung" auf eigenen Wunsch das Krankenhaus verlassen hatte, wollte Montag unbedingt das Holz holen, mit dem er wie jedes Jahr die Puppen für das Faschingsverbrennen am Aschermittwoch im Stadtpark Spittal aufbauen wollte.
Herzinfarkt
Während der Fahrt von Spittal nach Baldramsdorf erlitt Thaler, der zwei seiner sieben Kinder im Auto hatte, einen Herzinfarkt. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, doch für ihn gab es aber keine Rettung mehr. Die Kinder blieben unverletzt. Das für heute Abend geplante Faschingsverbrennen wurde von der Gilde sofort abgesagt.
Mit Ernst Thaler, einem Tischlermeister im Ruhestand, hat die Faschingsgilde Spittal nicht nur einen verlässlichen Freund und Wegbegleiter verloren, sondern auch einen Mann, der sein Leben dem Fasching gewidmet hat. Er war ein Helfer, ein Organisator, der immer das Gemeinsame und den Verein in den Vordergrund stellte, seine eigene Gesundheit war ihm nicht so wichtig. Kanzler Köck: "Unsere Mahnungen, mehr auf sich aufzupassen, hat er meist mit einem milden Lächeln abgetan und gemeint ,Des passt schon, lei ka Sorge'."











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