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Dieser Burger ist ein King
Dietmar Burger (44) aus Radenthein ist Kärntens bester Dartspieler und mehrfacher WM-Teilnehmer. Für die Profikarriere fehlen aber noch Sponsoren.
Quelle © Filmvorschau | Foto: Kleine Zeitung DIGITAL Dietmar Burger: Seine Erde ist eine Scheibe!
Wäre die Erde eine Scheibe, Dietmar "Didi" Burger hätte nichts dagegen. Dabei ist das Dartspiel schon die zweite sportliche Liebe des Radentheiners, der seit zwölf Jahren in Wien lebt und hauptberuflich im Straßenbau tätig ist. "Früher habe ich Kraftdreikampf gemacht, war Staatsmeister und bei Europameisterschaften dabei." Eine Rückenverletzung sorgte 1998 für ein abruptes Ende der Karriere des starken Mannes.
Weil viele seiner Bekannten dem Dartspiel frönten, hatte Burger bald ein neues Hobby. "Am Anfang habe ich immer verloren. Dann habe ich mir ein Dartboard gekauft und heimlich trainiert." Nach zwei Monaten Training ließ er seinen Freunden keine Chance mehr und reüssierte bei Meisterschaftsspielen. Schon 1999 wurde er Kärntner Meister, im Jahr darauf Vize-Staatsmeister. 2002 avancierte der talentierte Nobody sensationell zum Europameister im Electronic Dart.
Burger wechselte in die Königsdisziplin "Steeldart". "Das ist die Creme de la Creme, da spielen fast nur noch Profis", erzählt der Amateur, der auch nach langen Arbeitstagen sein zweistündiges Trainingsprogramm abspult. Von Mentaltraining hält er nichts, "das Wichtigste ist, an sich zu glauben." Zweimal war die österreichische Nummer 2 bei Weltmeisterschaften und ärgerte die Profis. "Bei der WM in London im Vorjahr haben mich 6000 Zuschauer bejubelt, da stellt es dir die Nackenhaare auf." Auf der Insel, wo sein Name als "Börger" ausgesprochen wird, sind die Turniere beachtlich dotiert. "In Österreich kannst du froh sein, 300 Euro für einen Sieg zu bekommen. Leider fehlen mir die Sponsoren, um als Profi durchzustarten."
Im Moment geht die meiste Freizeit des Vaters einer 21-jährigen Tochter für das Darten drauf, "meine Freundin Ute hat früher auch gespielt und ist jetzt meine größte Kritikerin." Sonst ist Passivsport - Fußball, Basketball, Eishockey - angesagt. Wie lange er noch spielen will? "Es gibt Spieler, die sind mit 70 noch aktiv."









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