Bezirks- und Gemeindesuche
Er führt die Jugend zum Heer
Johann Millonig (54) aus Finkenstein wurde vom Wissenschaftsministerium als bester Personalrekrutierer im öffentlichen Bereich ausgezeichnet.

Foto © BUNDESHEER
Hin und wieder betreibt Johann Millonig persönliche Feldforschung. "Ich gehe zu jungen Korporalen oder Zugführern und frage sie, warum sie beim Heer sind und wie es ihnen gefällt. Wenn ich dann positive Rückmeldungen bekomme, denke ich mir: ,Schau, da hast du es wieder einmal geschafft, dass jemand mit seinem Job glücklich ist'." Dann ist auch der 54-Jährige mit seinem Job zufrieden, der darin besteht, junge Menschen für das Bundesheer zu begeistern. Dafür wurde er jetzt als bester Personalrekrutierer im öffentlichen Bereich ausgezeichnet.
Und zwar vom Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle. Bei einer Studie über die Qualität der Personalrekrutierung österreichischer Unternehmen schnitt das Bundesheer im öffentlichen Bereich am besten ab. Gelobt wurde dabei der Auftritt gegenüber Bewerbern auf der Homepage, die Präsenz auf den Online-Stellenmärkten, der Auftritt bei den Recruiting-Messen und Social-Web-Aktivitäten. Millonig ist besonders die junge Zielgruppe wichtig: "Die Entscheidung, zum Heer zu gehen, fällt sehr früh. Später erreicht man die Jugendlichen schwerer." Er will in dieser Zielgruppe Interesse wecken, damit sie sich mit dem Heer auseinandersetzen. "Je mehr sie über das Heer informiert sind und diskutieren, desto höher ist ihre Zustimmung zur Organisation."
Für den gebürtigen Finkensteiner selbst war es erst nach dem Einrücken im Jahr 1978 klar, dass er beim Heer bleiben will. "Ich dachte mir, zuerst schau ich mir das einmal an. Aber mir wurde rasch klar, dass ich nirgends so viel Verschiedenes machen kann. Da wird's sicher nicht fad." Wurde es auch nicht: Er besuchte die Militärakademie, musterte als Wirtschaftsoffizier aus und landete über Stationen in Niederösterreich in der Abteilung für Personalmarketing in Wien. Seinen Wohnsitz hat er jedoch in der Wachau, wo seine Frau Diana eine Ballettschule betreibt.
Der Marathonläufer hat dort sogar schon in einer Produktion von Schwanensee mitgetanzt. "Für zwei Minuten Tanzen hat mich meine Frau 16 Stunden lang gequält. Dafür war der Auftritt aber perfekt." JOSEF PUSCHITZ









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