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Zuletzt aktualisiert: 06.02.2012 um 20:16 UhrKommentare

Kälte bringt Helfer zum Schwitzen

ARBÖ und ÖAMTC rücken hauptsächlich wegen leerer Batterien oder gefrorenem Treibstoff aus.

Gerald Suppan, Stützpunktleiter des ÖAMTC in Feldkirchen, hat derzeit alle Hände voll zu tun

Foto © SchusserGerald Suppan, Stützpunktleiter des ÖAMTC in Feldkirchen, hat derzeit alle Hände voll zu tun

Derzeit sind es dreimal so viele Einsätze wie normal", sagt Günther Rasch, Prüfzentrumsleiter beim ARBÖ in Feldkirchen. Die häufigste Ursache, warum in diesen kalten Tagen ein Pannenhelfer gerufen wird, sei nach Angabe des Experten eine leere Autobatterie.

"Wenn die Autos zu lange in der Kälte stehen, werden sogar bessere Batterien leer", so Rasch. Sein Tipp lautet: "Bei Kurzstrecken soll man alle unnötigen Stromverbraucher ausschalten. Zum Beispiel braucht eine Sitzheizung sehr viel Strom." Außerdem sollte die Heckscheibenheizung ausgeschaltet werden, sobald das Eis abgetaut ist. Neben den Starthilfe-Fällen sei auch ausflockender Diesel ein großes Problem. "Wir können einen Zusatz in den Tank füllen und dann den Dieselfilter wechseln, manchmal muss das Auto in einem warmen Raum aufgewärmt werden", so Rasch.

Auch beim ÖAMTC herrscht momentan Hochbetrieb. "Normalerweise haben wir pro Mann rund zehn Einsätze pro Tag, jetzt sind es täglich rund 30", sagt Stützpunktleiter Gerald Suppan. Er bestätigt, dass eingefrorener Kraftstoff ein großes Problem der aktuellen Kälteperiode sei. Um zu vermeiden, dass der Diesel ausflockt, gibt Suppan folgende Ratschläge: "Hochwertigeren Diesel tanken und einen Fließverbesserer als Additiv beigeben." Um Pannen wegen leerer Batterien zu vermeiden, empfiehlt der ÖAMTC-Stützpunktleiter, rechtzeitig einen BatterieCheck durchführen zu lassen. Notfalls müsse die Batterie ausgetauscht werden. Auch zugefrorene Autotüren gehören zu den typischen Problemfällen, mit denen Pannenhelfer derzeit konfrontiert sind. Suppan appelliert, die Fahrzeuge nicht zu waschen.

SUSANNE LAGGNER-PRIMOSCH

Kälte-Tipps für Autofahrer

Starten. Ein Startvorgang soll bei großer Kälte nicht länger als fünf bis zehn Sekunden dauern, dann der Batterie eine Minute Erholungspause gönnen, darauf Vorgang wiederholen. Bei Dieselfahrzeugen kann man mehrfach vorglühen, bevor man startet

Batterie. Batterien, die älter als fünf Jahre sind, einem Check unterziehen. Flüssigkeitsstand regelmäßig kontrollieren und unnötigen Stromverbrauch vermeiden

Frostschutz. Nicht vergessen, Frostschutzmittel nachzufüllen

Ausrüstung. Türschloss-Enteiser (nicht im Auto), Eiskratzer, Starterkabel sowie ein Anti- beschlag-Tuch für die Innen-scheiben mitführen

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