Bezirks- und Gemeindesuche
"Vor dem Fasten mit einem Arzt sprechen"
Harald Oschmautz, Stoffwechselexperte an der Klinik Mariahilf.

Foto © Koscher
Wie sehen Sie den Wert des Fastens aus medizinischer Sicht?
HARALD OSCHMAUTZ: Ich sehe das Fasten als idealen Einstieg in einen Wechsel der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Der moderne Lebensstil ist Ursache für zahlreiche Zivilisations-Erkrankungen wie Diabetes, erhöhter Cholesterinspiegel und in der Folge Herzinfarkt oder Schlaganfall.
Woher kommt diese Gefahr?
OSCHMAUTZ: Der Mensch war Jäger und Sammler, hat sich viel in der freien Natur bewegt. Heute fehlt diese Bewegung, die meisten Menschen gehen einer sitzenden Tätigkeit nach. Wir müssen danach trachten, die richtige Bilanz zwischen Nährstoffzufuhr und -verbrauch zu erreichen.
Das Fasten kann helfen, dieses Ziel zu erreichen?
OSCHMAUTZ: Ja, und die Fastenzeit ist der richtige Zeitpunkt dafür. Nach dem üppigen Essen zu Weihnachten und den Krapfen in der Faschingszeit wird durch das Fasten der Körper entschlackt und entgiftet. Nach Ostern beginnt die warme Jahreszeit, in der sich die Menschen lieber bewegen als im kalten Winter.
Darf jeder fasten?
OSCHMAUTZ: Das ist eine wichtige Frage. Denn vom Fasten ausgeschlossen sind Kinder unter zehn Jahren, Schwangere, chronisch Kranke und alte Menschen. Die tun ihrem Körper mit Fasten nichts Gutes. Deshalb sollte man auf jeden Fall mit seinem Arzt sprechen, bevor man mit dem Fasten beginnt.


















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