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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 um 20:30 UhrKommentare

Sophie Rois bekommt Ernst-Lubitsch-Preis

Sophie Rois (50) wurde am Vorabend der Berlinale-Eröffnung für ihre Leistung im Film "Drei" mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet.

Sophie Rois

Foto © APSophie Rois

Der Ernst-Lubitsch-Preis für die beste komödiantische Leistung im deutschen Film wird seit 1957 jährlich vom Club der Berliner Filmjournalisten verliehen. Die Idee für diesen Preis, benannt nach dem großen, aus Deutschland emigrierten US-Regisseur und Schauspieler (1892 - 1947), stammt von Billy Wilder. Zuletzt erhielten ihn Til Schweiger, Mel Brooks (Ehrenpreis) und Leander Haußmann.

Diesmal also Sophie Rois, für die Darstellung der Kulturmoderatorin Hannah in Tom Tykwers Beziehungskomödie "Drei". Die Laudatio auf die 50-jährige Oberösterreicherin hielt im Berliner Traditionskino "Babylon" eine frühere Preisträgerin, Ursela Monn. Sophie habe auf die Frage, mit welchem Regisseur sie noch gern zusammenarbeiten würde, erklärt: "Mit Ernst Lubitsch." Dies sei leider nicht mehr möglich, aber: "Sie mag sich damit trösten, dass sie nun den nach ihm benannten Preis erhält."

Rois strahlte bei der Übergabe: "Ich bin für Schmeicheleien ja sooo empfänglich. Zunächst denkt man: Ach, welche Sch. . . ist meine Darstellung geworden, ich hätte es lieber ganz anders gemacht! Aber dann auf einmal einen so renommierten Preis zu kriegen und damit in einer Reihe mit Größen wie Gert Fröbe, Liselotte Pulver oder Mel Brooks zu stehen, ist echt toll."

Neben Sophie Rois wurde auch Fritzi Haberlandt als Hauptdarstellerin in Markus Sehrs "Eine Insel namens Udo" ausgezeichnet. Die 36-jährige Berlinerin, die sich auf der "Babylon"-Bühne als Rois-Fan deklarierte, verriet: "Mein Lehrer hat immer gesagt: ?Aus dir wird einmal eine komische Alte.' Aber dass das so schnell passiert. . ."

Nach der Zeremonie, beim gemütlichen Beisammensein, erzählte Sophie Rois, dass sie jüngst einen TV-"Polizeiruf" als Kommissarin abgedreht hat und momentan für eine "Nachtschicht" vor der Kamera steht: "Generell bin ich lieber eine Kommissarin als das Opfer." Ins Kino gehe sie privat übrigens selten: "Wenn, dann eher in Retrospektiven. Zu wenige Erwachsenenfilme. Aber ich habe gehört, dass man ?Dame, König, As, Spion' sehen sollte. Ist vorgemerkt."

LUIGI HEINRICH, BERLIN

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