Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
21. Mai 2012 16:45 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332282 Mitglieder | 572 online
 
Skandalrocker Doherty präsentierte sein Filmdebüt Cannes: Die Filme im Wettbewerb Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kino & Filme Nächster Artikel Skandalrocker Doherty präsentierte sein Filmdebüt Cannes: Die Filme im Wettbewerb
Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 um 17:33 UhrKommentare

Schwülstige Schwüre in "Für immer Liebe"

Paige (Rachel McAdams) hat nach einem Unfall einen Teil ihres Gedächtnisses verloren. Ihr Partner Leo (Channing Tatum)ist ihr jetzt völlig fremd. Mit allen Mitteln versucht Leo, seine Frau wieder für sich zu gewinnen.

Foto © Sony Pictures

Vergessen kann sehr heilsam sein. Schockierende Erfahrungen oder unangenehme Dinge würden viele Menschen gerne aus ihrem Gedächtnis streichen. Doch was ist, wenn es ausgerechnet die große Liebe ist, an die man sich plötzlich nicht mehr erinnern kann? Der Film "Für immer Liebe" greift diese Frage auf - nach einer wahren Begebenheit. Am Freitag kommt der Streifen in die heimischen Kinos.

Paige (Rachel McAdams) hat nach einem Unfall einen Teil ihres Gedächtnisses verloren. In ihrer Erinnerung studiert sie immer noch Jus und ist mit dem spießigen Jeremy (Scott Speedman) verlobt. Dass sie inzwischen als Künstlerin in Chicago lebt, ist ihr entfallen, ebenso wie ihre Liebesheirat mit Leo (Channing Tatum), der ihr jetzt völlig fremd scheint. Mit allen Mitteln versucht Leo deshalb, seine Frau wieder für sich zu gewinnen.

Pathos statt Romantik

Die Geschichte von Regisseur Michael Sucsy hört sich erst mal spannend an - ein Mann, der seine Frau dazu bringen muss, sich neu in ihn zu verlieben und dabei gegen ihren Ex-Verlobten antreten muss. Ein Schmachtfilm - keine Frage. Doch viele Liebesszenen sind zu pathetisch, die Konflikte meist zu vorhersehbar und die Klischees sehr stark. Zudem geht die Liebesgeschichte zwischen Leo und Paige unter durch die Reibereien mit ihrer Familie.

Die wohlsituierten Eltern sind froh, dass ihre Tochter nach einer Phase als Künstlerin wieder in den Schoß der Familie zurückgekehrt ist. Statt coolen Outfits trägt sie Kostüm und Perlenkette und sogar ihr Jusstudium will sie vollenden, nachdem sie es ein paar Jahre zuvor geschmissen hatte. Und Jeremy kommt ihre Amnesie gerade recht - hat er doch nie verwunden, dass Paige die sichere Zukunft mit ihm gegen ein Leben in der Künstler-Boheme getauscht hat.

Dem Film fehlt es nicht nur an Witz, sondern vor allem an Leichtigkeit. Leos Liebesschwüre sind eher schwülstig, als ergreifend. Und auch Paiges plötzlicher Sinneswandel wirkt seltsam, wie nach einer gründlichen Gehirnwäsche durch ihre konservativen Eltern, die auf den üblichen Klischees reiten: die böse Stadt, die verwahrlosten Künstler, das brotlose Leben in heruntergekommenen Wohnungen. Erst gegen Ende gibt es Momente, von denen man gerne sehr viel mehr gesehen hatte. Etwa wenn Leo seine Frau mitten in der kalten Nacht an einen See führt, in dem sie früher schon immer heimlich nackt gebadet haben. Die große Frage ist: Springt sie oder springt sie nicht? So verrückt kann Liebe sein!


KLEINE.tv

Cannes 2012: Startschuss für das Filmfestival

Startschuss zu den 65. Filmfestspielen in Cannes. Mit Ulrich Seidl "Para...Noch nicht bewertet

Fotoserien

Haneke und sein Team bei der Vorführung von "Amour" in Cannes 2012 

Haneke und sein Team bei der Vorführung von "Amour" in Cannes 2012

 


Die Golden Globes 2012

APA

Rückblick: In Los Angeles wurden am 15. Jänner zum 69. Mal die Golden Globes verliehen. Bestes Drama ist der Film "The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten" mit George Clooney. Weitere Abräumer: "Die eiserne Lady" und "The Artist"

 

Rücklick: Das Kinojahr 2011

Dreamworks

Newsletter

Neues auf unseren Seiten, Nachrichten und Events per E-Mail!

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang