Der Zauber einer Ballnacht
Zum 14. Mal heißt es bei der Opernredoute in Graz "Alles Walzer". 2500 Besucher tanzen am Samstag durch das prächtig geschmückte Haus. Darunter auch viel Prominenz.

Foto © Eder
Fulminant und mit einem großen Paukenschlag. So präsentierte sich schon der Start in eine Nacht, die wohl keiner so schnell vergessen wird. Begleitet vom gesamten Grazer Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Johannes Fritsch zogen sie ein, die 128 Debütanten. Unter der Leitung der Choreografen Patricia Schweighofer und Wolfgang Nicoletti sorgten die jungen Damen und Herren zur Polonaise aus Tschaikowskys "Eugen Onegin" für ein spektakuläres Bild in Weiß-Schwarz.
Unter den Debütanten tanzten auch Christian und Marie Smolle, die Kinder von Josef Smolle, Rektor der Medizinischen Universität Graz. "Sie eröffneten zum ersten Mal beide einen Ball", so der stolze Papa, dessen Aufregung sichtlich größer war als jene der Tänzer selbst.
"Der Applaus hier ist immer gigantisch", zeigte sich Conférencier Alfons Haider beeindruckt. Er verriet, warum er sich jedes Jahr auf den Ballhöhepunkt freut: "Hinter den Kulissen gibt es keine Streitigkeiten. So entspannt geht es für Moderatoren bei keinem anderen Ball zu."
8000 Rosen schmücken das Haus
Und auch der prächtige Blumenschmuck mit viel Liebe zum Detail war wieder außergewöhnlich. Das ganze Haus erstrahlte in einem Meer aus 8000 roten und rosafarbenen Rosen.
Beeindruckt zeigte sich davon neben anderen Schauspielerin Ulrike Beimpold. "Ich freue mich so, wieder hier zu sein. Es ist traumhaft", sagte sie. Und eine gute Abwechslung, da sie ihre Zeit derzeit eher in Kaffeehäusern verbringt. "Ich habe ein Hörbuch mit Kaffeehausliteratur aufgenommen", erklärte sie.
Zu einer ganz besonderen Begegnung - ohne Kaffeehausklatsch - kam es in der Bürgermeisterloge von Unternehmer Werner Gröbl. Er begrüßte neben Modedesigner La Hong auch TV-Moderatorin Vera Russwurm als Überraschungsgast, obwohl er sie noch nie zuvor getroffen hatte. "Gemeinsame Freunde haben das eingefädelt", strahlte er und servierte aus seinem eigens georderten Weinkühlschrank in der Loge zur Feier des Redoutenabends einen "Franzosen", Jahrgang 1932, wohlgemerkt.
"Nirgendwo so gemütlich wie in Graz"
Verwehrt blieb hingegen ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel seine Premiere am Ball. Er kam zwar auf Einladung der Styria-Vorstände Wolfgang Bretschko, Klaus Schweighofer und Malte von Trotha zu einem gemeinsamen Abendessen ins Aiola City, den Ball musste er wegen seines Gipsfußes aber auslassen.
Auf der dicht gedrängten Feststiege, wo mehrmals der Ruf nach einer Rettungsgasse laut wurde, hätte er auch keine Freude gehabt. Anders als Schlagerstar Roberto Blanco. Dieser verriet, dass er die Landeshauptstadt schon am Vortag bei einem ausgedehnten Spaziergang erkundet hatte und dabei gemeinsam mit seiner Frau Luzandra auch bei H&M vorbeigeschaut hatte. Am Ball traf er auf seinen sichtlich erholten Sängerkollegen Franco Andolfo, der nach seinem Schlaganfall erstmals wieder auf einem Ball war.
Und auch Max Schaumburg-Lippe zeigte sich mit Flora Lohr entspannt. "Ich bin heute einfach nur Max. Denn es ist nirgendwo so gemütlich wie in Graz."
























