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Zuletzt aktualisiert: 08.02.2012 um 14:06 UhrKommentare

So funktioniert Eisstockschießen

Stock und Daube – die wichtigsten Utensilien im Eisstocksport. Gewicht und Material der Stöcke sind streng normiert, um Chancengleichheit zu gewährleisten – was in Wettkämpfen streng kontrolliert wird.

Foto © shreddhead - Fotolia.com

Das Mannschaftsspiel

Die beliebteste und am häufigsten durchgeführte Spielart im Eisstocksport. Zwei Teams mit jeweils 4 Spieler/-innen (plus 1 Wechselspieler/-in) stehen einander gegenüber. Im Spiel geht es darum, die eigenen Stöcke so nah wie möglich an der Daube (das Zielobjekt aus Gummi) zu platzieren.

Regeln: Eine Mannschaft ist so lange am Zug, bis ein eigener Stock sich im Zielfeld näher an der Daube befindet als ein gegnerischer Stock. Gelingt das, ist die andere Mannschaft am Zug.

Der Reiz des Spiels liegt auch in den taktischen Varianten: Man kann zum Beispiel gegnerische Stöcke mit dem eigenen wegschießen, den Stock eines Teamkollegen in Bewegung setzen, die Lage der Daube verändern oder den Weg zur Daube für den Gegner mit eigenen Stöcken blockieren.

Wertung: Sind alle 8 Stöcke beider Teams gespielt (= 1 Kehre), wird gewertet. Für alle Stöcke einer Mannschaft, die näher an der Daube als der erste gegnerische Stock stehen, gibt es Stockpunkte – für den ersten 3 und für alle weiteren zwei Punkte. Maximal können pro Kehre also 9 Punkte erspielt werden.

Dauer: Ein Spiel ist nach sechs Kehren zu Ende, die gewonnenen Punkte werden addiert und ergeben die Endwertung.

Der Zielbewerb

In diesem Einzelbewerb geht es darum, möglichst viele Punkte zu sammeln. Wettbewerbe werden in vier Durchgängen mit je sechs Versuchen ausgetragen, wobei in jedem Durchgang maximal 60 Punkte erreicht werden können.

Die Aufgaben unterscheiden sich in jedem Durchgang. Im 1. und 3. Durchgang geht es darum, möglichst nah an bestimmte Zielzonen im Zielfeld zu spielen. Im 2. und 4. Durchgang sollen an vorgegebenen Stellen aufgestellte Zielstöcke aus dem Zielfeld befördert werden.

Der Weitenbewerb

Es geht schlicht darum, eine möglichst große Weite mit dem Stock zu erzielen. Die Weite gemessen wird dort, wo der Stock zum Stehen kommt, oder wo er seitlich die trichterförmige Bahn verlässt. Jeder hat fünf Versuche, der beste Versuch zählt.

Das Material

Der Stock: Er besteht aus drei Teilen: Stiel, Stockkörper und aufgeschraubte Laufsohle. Je nach Klasse hat er ein Gesamtgewicht zwischen 2,73 (Schüler) und 3,83 kg. Die Materialien sind vorgegeben – in offiziellen Wettbewerben finden auch Kontrollen statt, um Manipulationen auszuschließen. Die unterschiedlich farbigen Kunststoff- Laufsohlen (=Platten) bieten unterschiedliche Reibwerte. Farbabstufung (von schnell bis langsam): grün – schwarz – grau – weiß – orange – gelb – blau

Sonstige Ausrüstung: Schuhe sollen gut vor Kälte schützen und eine möglichst rutschfeste Sohle besitzen. Sonst reicht ein sportliches Wintergewand.

Die Spielfläche: Die Eisbahn ist 30 Meter lang, der Abstand von der Abspielstelle zum Mittelpunkt des Zielfeldes beträgt 24,5 Meter.


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