Sport als Hausputz für den Körper
Räumen Sie Ihren Körper auf! Eine neue Studie beweist, dass regelmäßige Bewegung zum rascheren Abbau von Zellmüll beitragen kann. Krankheitsrisiken können dadurch erheblich gesenkt werden.

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In jedem Haushalt sammelt sich mit der Zeit Dreck, Müll, Unrat und überflüssiges Gerümpel an. Putzen, wegwerfen und ausräumen stehen daher auf der täglichen Todo-Liste jedes halbwegs ordentlichen Menschen. Hätten Sie aber gedacht, dass auch unsere Zellen immer wieder einen Hausputz benötigen - und die "Reinigungskraft" in diesem Fall Bewegung heißen kann?
Die Zelle verdaut sich selbst
Eine neue Studie, die im vergangenen Monat im Wissenschaftsmagazin Nature erschien, zeigt, dass regelmäßige Bewegung den Prozess der sogenannten Autophagie beschleunigen kann. Autophagie ist eine Zellfunktion, bei der die Zelle ihre eigenen überflüssigen Bestandteile abbaut. Dieser "Zellmüll" reicht von fehlerhaften Proteinen, bis hin zu großen Zellorganellen. Zahlreiche Studien belegen, dass ein Fehler im Prozess der Zell-Selbstverdauung zahlreiche Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Alzheimer begünstigen kann.
Werden Zellen ausgehungert oder anderem physiologischen Stress ausgesetzt wird die Selbstverdauung gesteigert, um die Zelle am Leben zu erhalten. Nun ist Sport physiologischer Stress, aber erst jetzt beschäftigten sich Forscher ausdrücklich mit der Frage, ob Bewegung die Zell-Autophagie steigern und somit den ganzen Körper beeinflussen kann.
Mäuse auf dem Laufband
An der Universität von Texas konnten die Forscher rund um Dr. Beth Levine den positiven Effekt der Bewegung auf die Zellverdauung an zwei Gruppen von Labormäusen testen. Die erste Gruppe war gesund, bei der zweiten Gruppe verwendeten die Forscher genetisch modifizierte Labormäusen, die ihre Zellverdauungs-Werte nicht verändern konnten. Bei den gesunden Tieren konnten die Wissenschaftler, nach nur 30 Minuten Laufen, einen gesteigerten Autophagie-Prozess feststellen. Auch nachdem die Mäuse mit fettreichem Essen gemästet worden waren und an Diabetes erkrankten, konnten Sie anhand regelmäßiger Bewegung und somit gesteigerter Zellverdauung wieder zu ihrem Normalgewicht und gesunden Blutwerten zurückfinden.
Die genetisch veränderten Mäuse konnten so lange am Laufband trainieren wie sie wollten, ihre Zellverdauung wurde einfach nicht beschleunigt. Diese Tiere wurden schnell müde und konnten die negativen Effekte der fettreichen Ernährung trotz des Sports nicht ausgleichen.
Wer jetzt die körpereigene Reinigung mit Ausdauersport unterstützen möchte, für den haben wir die besten Lauftipps für Anfänger.















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