Gesundheit, die man sich antrainiert
Die Eine-Frau-Show: Barbara Schaller hat die Ausbildung zur Sozialarbeiterin, Fitlehrwart, Gesundheitsbegleiterin, Nordic Walking- und Fitness-Trainerin.

Foto © Katharina Zimmermann Barbara Schaller
F rau Schaller, was kann man bei Ihnen als Gesundheitstrainerin, Fitlehrwart, Nordic Walking- und Fitness-Trainerin alles trainieren?
BARBARA SCHALLER: Bewegung generell. Hier ist mein Rezept: Hauptsache vielseitig. Dazu gehören Beckenmuskeltraining im Winter, Nordic Walking, Wassergymnastik und vieles mehr im Sommer.
Warum eigentlich die Bezeichnung "Gesundheitstrainerin"?
SCHALLER: Ich nenne es deshalb "Gesundheitstrainerin", weil ich keine Ausbildung zur Physiotherapeutin habe. Deswegen darf ich bei meiner Tätigkeit auch nicht mit kranken Menschen arbeiten. Meine Trainings sind beispielsweise im Anschluss an eine Therapie gedacht, wenn sich jemand weiter sportlich betätigen möchte oder generell zur Rückenstärkung.
Viele sind der Überzeugung, dass Krankheiten oft seelischen Ursprung haben, was ist Ihre Meinung dazu?
SCHALLER Ich würde Krankheitsursachen nie rein auf die seelische Schiene beschränken. Vieles ist zum Beispiel auch genetisch bedingt. Es ist wichtig, den Menschen ganzheitlich zu betrachten. Ich komme auch nicht aus dem esoterischen Bereich. Darum ist es mir ein besonderes Anliegen, mir das nötige Wissen anzueignen. Der Mensch ist eben ein sehr komplexer Apparat, und als solchen sollte man ihn auch behandeln.
Wer ist bei Ihrer Tätigkeit eigentlich die klassische Zielgruppe?
SCHALLER: Zusammenfassen könnte man es mit: Menschen, die nachhaltige Bewegung für ihre Gesundheit machen wollen. Von Jugendlichen bis hin zu älteren Semestern ist da alles dabei. Bei meinen Gruppen gefällt mir aber auch immer die Kommunikation: Da ich vielseitig und neugierig bin, gehe ich oft auf die Wünsche meiner Gruppe ein und gebe ihnen auch Tipps für den Alltag.
Was antworten Sie Menschen, die meinen, sie hätten keine Zeit für Sport?
SCHALLER: Ich habe kein wirkliches Rezept, wie man sich Zeit nehmen könnte, außerdem ist der Übergang vom "du solltest" in das "ich möchte" irrsinnig wichtig. Viele, die mit Bewegung anfangen, merken früher oder später, dass es ihnen rundum besser geht. Wichtig ist dabei auch die Abwechslung und die Neugierde, so hat man immer neue Reize und somit die Motivation, am Ball zu bleiben.
Haben Sie in ihrer langjährigen Laufbahn als Gesundheitstrainerin bereits besonders schöne Erlebnisse gehabt?
SCHALLER: Ja, auf jeden Fall! Bei der Wassergymnastik wurde mir zum Beispiel von einer Dame rückgemeldet, dass sie sich wieder wie ein Kind fühlt und das Training auf einmal so lustig ist, dass sie es gar nicht mehr als solches wahrnimmt.
Gibt es eine Formel fürs Gesundsein?
SCHALLER: Dass das, was man tut, einem Lust und Freude macht und man den Ausgleich zwischen An- und Entspannung hat. INTERVIEW: K. ZIMMERMANN
Features
FAKTEN
Barbara Schaller lebt in Ungerdorf. Sie hat die Ausbildungen zum Fitlehrwart, Gesundheitsbegleiter, Nordic Walking- und Fitness-Trainer absolviert.
Ihre Folder liegen bei den Ärzten in der Region auf und unter www.gesundestraining.at.
Sie bietet sowohl individuelles Training als auch Gruppen- und Firmenkurse an.













-Anzeigen

