Bleistift statt Spaten
Jetzt ist Zeit für die Gartenplanung. Nicht der Griff zum Spaten, sondern der Griff zu Papier und Bleistift steht an erster Stelle beim Anlegen. Biogärtner Karl Ploberger, weiß, worauf beim Anlegen eines Gartens zu achten ist.

Foto © Kara - Fotolia.comNicht alles durchplanen im Garten, sondern auch ein paar "natürliche" Flächen lassen
Die Gestaltung eines neuen Gartens sollte schon bei der Planung des Hauses beginnen. Nur dann ist sichergestellt, dass später Haus und Garten eine Einheit bilden. Ein kleiner Teich, das Plätschern eines künstlichen Baches, ein Beerengarten, der zum Naschen einlädt: Das Um und Auf, dass so ein Traumgarten entsteht, ist die Planung. Mein erster Rat: Maßstabsgetreu sollte ein Plan erstellt werden, Licht und Schatten beachten und Höhenunterschiede einplanen.
Ob ein Garten ein "großes Stück Arbeit" wird oder "pflegeleicht", hängt davon ab, wie er in seinen Grundzügen angelegt wird. Beete, die viele Pflanzen enthalten, die Jahr für Jahr neu gesetzt werden müssen, werden mehr Arbeit bedeuten als Beete, die beispielsweise mit Stauden bepflanzt werden.
Keine Belastung
Der künftige Gartenbesitzer sollte daher schon beim Planen bedenken, wie viel Zeit er für die Pflege aufwenden kann. Gartenarbeit soll Spaß machen und nicht zur Belastung werden.
Interessant und zugleich romantisch werden Gärten erst, wenn Räume entstehen, das heißt: Hecken, Sträucher, Beete oder auch bloß kleine Erdwälle unterbrechen die Fläche und laden ein zum Entdecken, was sich dahinter verbirgt. Kleine Gärten wirken dadurch größer, größere Gärten werden überschaubar.
Bei aller Planung sollte nicht die Natur als Vorbild vergessen werden: Schaffen Sie mit Ihrem Garten nicht bloß gestaltete Flächen, sondern lassen Sie, vor allem in größeren Gärten, auch Bereiche der Natur über. Selbst in einem dicht verbauten Gebiet werden sich in einer solchen "Oase" Tiere und Pflanzen einfinden, die das Leben im Garten bereichern und zum Forschen einladen.
Infrastruktur
Wichtige Elemente in einem Garten sollten von Beginn an eingeplant werden, auch wenn sie erst später errichtet werden: Gartenlauben, Gewächshäuser, Sitzplätze und Spielflächen. Besonders wichtig sind auch alle Versorgungsleitungen wie Wasser, Abwasser und Strom. Später zerstören Grabarbeiten den gesamten Garten.
Besonders eindrucksvoll in der Gestaltung sind dominierende Bäume: Der "Hausbaum" erlebt deshalb wieder eine Renaissance. Der Baum schützt, umarmt und rahmt das Haus ein, aber beachten Sie die endgültige Größe und lassen Sie sich beraten.
Noch ein letzter Ratschlag: Gärten hatten ihre ursprüngliche Bedeutung in der Eigenversorgung mit frischem Gemüse und Obst. Planen Sie solche Bereiche ein, denn erst die Ernte ist der Lohn für die Arbeit eines Jahres.












