Die Heizkosten senken, ohne dabei zu frieren
Mit einfachen Mitteln kann man den arktischen Temperaturen ein Schnippchen schlagen und dabei auch noch sparen. Lesen Sie die Tipps der Experten von Umweltberatung und Arbeiterkammer.

Foto © W-Foto - Fotolia.comKeine Angst vor der Kälte: Richtig heizen hilft beim Sparen
Die meiste Energie im Haus wird fürs Heizen verbraucht. Zwischen 50 und 80 Prozent, je nach Dämmung und Gebäude, geht dafür drauf. "Ganz einfache Maßnahmen reduzieren diesen Verbrauch deutlich", erklärt dazu Ingrid Tributsch, Energieexpertin bei "die umweltberatung". Wie zum Beispiel anziehen: Laut AK-Experten bringt ein Wollpullover im Vergleich zu einem T-Shirt 25 Prozent Ersparnis bei der Heizenergie.
Richtig temperieren
In vielen Räumen ist es wärmer als notwendig. Die Raumtemperatur um nur ein Grad Celsius zu senken, erspart bereits rund sechs Prozent Heizenergie! Folgende Temperaturen sorgen für ein behagliches Wohngefühl und nützen außerdem die Energie optimal aus. Wohnräume: 20 bis 22 Grad; Schlafzimmer: 16 bis 18 Grad; Kinderzimmer: 20 bis 21 Grad; Bad: 20 bis 24 Grad; Vorzimmer: 15 bis 16 Grad.
Automatisch regeln
Ein Thermostatventil am Heizkörper sorgt dafür, dass die Temperatur im Zimmer auf dem gewünschten Niveau bleibt. Wenn die Temperatur über den eingestellten Wert steigt, schaltet das Thermostatventil die Heizung automatisch ab. Das spart Heizkosten und sorgt für optimale, gleichmäßige Wärme. In Räumen, in denen man sich wenig aufhält: Heizung drosseln, Türen schließen!
Richtig lüften
Neben der Lufttemperatur ist auch jene der Wände ausschlaggebend dafür, ob wir einen Raum als angenehm warm empfinden. Bleiben die Fenster im Winter länger gekippt, kühlen Wände und Möbel aus. Wir empfinden den Raum als kalt, auch wenn die Luft nicht so kalt ist. Darüber hinaus wird beim Kippen mehr Energie verbraucht. Besser für unser Wohlbefinden ist es, mehrmals täglich einige Minuten die Fenster ganz zu öffnen. So kommt frische Luft herein, ohne den Raum unnötig abzukühlen. Das verkürzt die Aufheizzeit, es wird weniger Energie zum Heizen benötigt.
Vor den Vorhang
Verbaute oder durch lange Vorhänge verdeckte Heizkörper geben weniger Wärme ab, weil Luftzirkulation und Wärmestrahlung beeinträchtigt sind. Am besten ist es, auf Heizkörperverkleidungen zu verzichten und lange Vorhänge zur Seite zu binden. Ziehen Sie die Vorhänge aber in der Nacht zu: Der entstehende Luftpolster zwischen Vorhang und Fenster verringert die Wärmeverluste.
Tag und Nacht
Sind Sie tagsüber nicht in der Wohnung, drehen Sie die Heizung um drei Grad zurück. Auf keinen Fall völlig abdrehen, denn jedes Wiederaufheizen kostet viel Energie. Tag- und Nachttemperatur sollen nicht mehr als drei Grad auseinanderliegen. Die gespeicherte Wohnungswärme reicht aus. Einsparungen bis zu 20 Prozent während der Nachtzeit sind möglich.
Im Urlaub
Bei längerer Abwesenheit, zum Beispiel im Urlaub, kann die Heizung in der gesamten Wohnung auf 15 bis 16 Grad abgesenkt werden.
Teures Glucksen
Eine schlecht gewartete Heizung kann bis zu 20 Prozent mehr Energie verbrauchen. Luft im Heizkreis reduziert Wasserzirkulation und Wärmeabgabe. Wenn es in den Rohren gluckert, gehören die Heizkörper entlüftet. Mit einem Entlüftungsschlüssel kann das jeder leicht durchführen. Zweimal im Jahr sollte entlüftet werden.
Nicht ganz dicht
Dichten Sie Fugen und Ritzen an Fenster und Türen ab. Zugluft "zieht" nicht nur die Heizenergie aus der Wohnung, sondern auch das Geld aus der Tasche.
Zu trocken
Sorgen Sie für genug Luftfeuchtigkeit (Grünpflanzen!). Je trockener die Luft, desto wärmer muss ein Raum sein, um behaglich zu wirken.














-Anzeigen
