GM verliert zunehmend Geduld mit Tochter Opel
Das deutsche Traditionsunternehmen müsse so schnell wie möglich wieder profitabel werden, zitiert die Branchenzeitung "Automobilwoche" GM-Strategiechef Stephen Girsky in ihrer neuen Ausgabe. Dafür reichten Kostensenkungen alleine nicht aus.

Foto © OpelFescher Opel-Hingucker: Der Insignia
Beim amerikanischen Autobauer General Motors steigt nach der erfolgreichen Rückkehr an die Börse die Ungeduld mit der defizitären Tochter Opel.
Rote Zahlen
Das deutsche Traditionsunternehmen müsse so schnell wie möglich wieder profitabel werden, zitiert die Branchenzeitung "Automobilwoche" GM-Strategiechef Stephen Girsky in ihrer neuen Ausgabe. Dafür reichten Kostensenkungen alleine nicht aus. Auf der Weltkarte des einstigen Weltmarktführers GM ist das von Opel geführte Europa-Geschäft die einzige Region mit roten Zahlen.
Girsky machte dem Bericht zufolge deutlich, dass die Detroiter Konzernzentrale den Kapazitätsabbau bei Opel für ausreichend halte. Opel hatte jüngst sein Werk im belgischen Antwerpen geschlossen und baut europaweit Tausende Stellen ab. Opel-Chef Nick Reilly will das Rüsselsheimer Unternehmen mit niedrigeren Kosten und neuen Modellen im nächsten Jahr in die Gewinne führen. Für das laufende Jahr geht der Autobauer noch von einem Fehlbetrag von 500 Millionen Euro aus.
Reilly hatte während der Automesse in Detroit bekräftigt, ohne Restrukturierungskosten könne das Unternehmen 2011 die operative Gewinnschwelle erreichen. Im vergangenen Jahr hatte Opel knapp 1,2 Millionen Fahrzeuge verkauft. Dieses Volumen hält Reilly für ausreichend, um bei niedrigerer Kostenbasis einen Gewinn zu erwirtschaften.
2010 weniger Autos
Opel und die Schwestermarke Vauxhall haben 2010 wie erwartet etwas weniger Autos verkauft als im Jahr der Abwrackprämie. Der Absatz ging um 2,4 Prozent auf 1,21 Millionen zurück, wie der Autobauer am Montag in Rüsselsheim berichtete. Das Minus von etwa 30.000 Auslieferungen war etwas geringer als erwartet. Noch im Jänner hatte Opel-Chef Nick Reilly den Verkauf von "knapp unter 1,2 Millionen Autos" vorhergesagt.
Wie die US-Mutter GM mitteilte, ist Opel/Vauxhall bezüglich des weltweiten Absatzes nach wie vor die zweitstärkste Marke im Konzern. Dank eines starken Jahresendspurts habe die Tochter ihren Marktanteil 2010 in 18 von 27 europäischen Ländern gesteigert.
















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